Suriname

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Länderinformationen Suriname

(rf) Suriname gilt noch als Geheimtipp. Es grenzt im Norden an den Atlantischen Ozean, im Osten an Französisch Guyana, im Süden an Brasilien und im Westen an Guyana. Das Klima ist tropisch: Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei gut 27°C begleitet von kurzen Niederschlägen überwiegend am Nachmittag. Die beste Reisezeit ist in den Trockenzeiten von Anfang Februar bis Ende April und von Mitte August bis Anfang Dezember. Das südamerikanische Land eignet sich besonders für Urlauber, die unberührte Natur und Ruhe suchen.

80 Prozent des Landes sind mit Urwald bedeckt, so zählt Suriname zu den grünsten Ländern weltweit. 80 Prozent der Regenwälder sind so gut wie unbewohnt. Zur Erhaltung von Flora und Fauna wurden Schutzgebiete ausgewiesen, darunter das Unesco-Welterbe Central Suriname Nature Reserve. Dieses umfasst einen der weltgrößten tropischen Regenwälder. Mehr als zehn Naturschutzgebiete hüten die Tier- und Pflanzenwelt des Landes. Besucher des Landes erkunden vor allem das Landesinnere. Auf Flusskreuzfahrten und Ausflügen über die zahlreichen Wasserstraßen lassen sich die Regenwälder mit ihrer exotischen Flora und Fauna erkunden. Hier leben unter anderem Jaguar, Tapir, Gürteltier und Brüllaffe. Neben Urwaldexpeditionen gibt es reichlich Möglichkeiten zu Wassersportaktivitäten wie Kayaking, Wildwasserrafting, Angeln oder Schwimmen in den kleineren Seitenarmen der Wasserwege. Das Festland lässt sich per Mountainbike, auf dem Pferderücken oder zu Fuß entdecken. Vogelliebhaber kommen außer im Regenwald auch in den küstennahen Feuchtgebieten auf ihre Kosten. Zu den Besonderheiten der Pflanzenwelt gehört die Wanderpalme, von der man früher dachte, dass sie ihren Standort wechseln kann. Sehenswert sind auch verschiedene Plantagen aus der Kolonialzeit im Landesinneren.

Als Unterkunft dienen vor allem kleine Lodges, von Luxusdomizilen bis zur Unterkunft im Campingstyle mit Hängematten. Die Anreise kann dabei schon zum Abenteuer, diese erfolgt oft nicht auf dem Land-, sondern auf dem Wasserweg. Acht große Flüsse durchziehen das Land, über die die meisten Ziele im Landesinneren zu erreichen sind.

Den Kontrast zur Waldesstille bildet die pulsierende Hauptstadt Paramaribo. Im Laufe der Jahrhunderte siedelten hier Menschen verschiedenster Herkunft – von den indianischen Ureinwohnern über die britischen, französischen und holländischen Kolonialherren sowie afrikanische Sklaven bis zu den Einwanderern aus China, Indien und Brasilien. Diese Mischung unterschiedlichster Kulturen prägt die einzigartige surinamische Mentalität, die sich durch ihre Offenheit, Entspanntheit und Warmherzigkeit auszeichnet.

Die ehemaligen Kolonialherren haben ihre Spuren hinterlassen. 1975 wurde Suriname unabhängig von den Niederlanden, doch Spuren des kolonialen Erbes zeigen sich in den bis heute erhaltenen Plantagen im ganzen Land und am eindrucksvollsten wohl in der typischen Holzarchitektur der Häuser Paramaribos. Die sehenswertesten Museen beleuchten primär die Geschichte des Landes, darunter Fort Zeelandia in Paramaribo und das Freilichtmuseum Nieuw Amsterdam im Distrikt Commewijne. Das Marron Museum te Pikinslee im Distrikt Saramacca beschäftigt sich mit Entstehung und Entwicklung der in Suriname einzigartigen Maroon-Kultur.

Neben den materiellen Überresten zeigt sich der kulturelle Reichtum besonders in der Vielfalt der Feste und Feiertage. Hindustanische, javanesische, kreolische, chinesische, indianische und Maroon-Festlichkeiten finden das ganze Jahr über statt. Silvester wird gleich dreimal gefeiert: nach westlicher, chinesischer und hinduistischer Tradition. Auch die Muttersprache der meisten Surinamer, Sranan Tongo, ist als Kreol ein Konglomerat verschiedenster Einflüsse. In den letzten Jahrzehnten zog es zunehmend Einwanderer aus dem benachbarten Brasilien nach Suriname, die wiederum sprachliche, kulinarische und kulturelle Einflüsse wie den Karneval mitbrachten. Dies führte zu einer großen ethnischen Vielfalt Surinames und begründete auch die ausgesprochen offene und freundliche Mentalität.

Maroons - Afrika-Feeling in Südamerika

80 Prozent der Regenwälder sind so gut wie unbewohnt. Entlang der Flüsse finden sich Siedlungen der Maroons, die Nachfahren entflohener Sklaven. Da sie unterschiedlichen Stämmen angehört hatten, ergab sich bereits während der Kolonialzeit eine einzigartige Mixtur afrikanischer Traditionen in Anpassung an die surinamischen Verhältnisse. Zwar haben in ihren Dörfern westliche Errungenschaften wie Stromgeneratoren und Mobilfunkstationen Einzug gehalten, doch die Hütten sind noch nach traditioneller Weise gebaut. Das Kunsthandwerk wird gepflegt und Casave-Brot auf dem offenen Feuer gebacken wie schon vor Jahrhunderten. Männer und Frauen leben auch nach der Hochzeit weiter getrennt in ihren eigenen Unterkünften und besuchen sich, wenn sie das Bedürfnis dazu haben. Reisende übernachten in kleinen Lodges – vom gehobenen Standard bis zur Unterkunft im Campingstyle mit Hängematten –, die sich in ihrer Gestaltung ebenfalls an afrikanischer Bauweise orientieren.

Indigenes Suriname

Neben klassischen Urwaldexpeditionen bieten Reiseveranstalter auch Besuche bei den indigenen Stämmen Surinames an, die Touristen Einblick in ihre Traditionen gewähren. Die indianischen Ureinwohner wie die Trio und die Wayanas leben zurückgezogen im unzugänglichen Grenzgebiet zu Brasilien. Um diesen Teil des Landes zu erreichen, kann man von den beiden Regionalflugplätzen Paramaribos mit kleinen Propellerflugzeugen zu verschiedenen Landepisten im südlichen Suriname starten. Während des rund zweistündigen Fluges erstreckt sich ein fast nur von den Flüssen unterbrochenes grünes Blätterdach. Am Ziel geht es begleitet von kundigen Führern zu Fuß oder auch hier per Langboot weiter durch den Regenwald. Geschlafen wird in einfachen Lagern in Hängematten. Den Speiseplan ergänzt frisch gefangener Fisch und was der Dschungel hergibt.
Ein besonderer Kulturschatz erwartet Besucher des Indianer-Dorfes Kwamalasamutu, in dessen Nähe die Werehpai-Höhlen liegen. Ihr Inneres bedecken zahlreiche Wandbilder. Diese geheimnisvollen Zeichnungen sind etwa 5.000 Jahre alt – nirgends sonst im Amazonas-Gebiet gibt es so viele Höhlenmalereien. Auch außerhalb der Höhlen scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Die Indianer leben weitgehend unberührt von westlichem Einfluss. Sie tragen traditionelle Lendenschurze und Schmuck, jagen und kochen nach überlieferten Methoden. Damit dies so bleibt, setzt Suriname auf einen grünen Tourismus, der seine ursprüngliche Natur und ihre Bewohner nicht beeinträchtigt.

Zehn Bezirke Surinames

Paramaribo
Der kleinste und dichtbesiedeltste Bezirk Surinames ist der um die Hauptstadt Paramaribo. Er wartet mit einem großen Unterhaltungsangebot wie Theatern und Tanzclubs auf. Die historische Keimzelle der Stadt ist Fort Zeelandia aus dem 17. Jahrhundert, heute ein Museum. Weitere Spuren der Kolonialzeit finden sich in der typischen Holzarchitektur vieler Häuser.

Wanica
In Wanica liegt der nach Paramaribo größte Ort des Landes, Lelydorp, sowie die Plantagenansiedlung Domburg.

Para
In Para befinden sich die meisten Naturreservate, die sich für Tagesausflüge ab der Hauptstadt anbieten. Sie sind gekennzeichnet durch schneeweißen Sand mit Savannen-Vegetation. Dem dunklen Wasser der Flussarme wird heilende Wirkung nachgesagt. In der inzwischen unbewohnten Siedlung Jodensavanne entstand ab 1665 eine der ersten Synagogen der neuen Welt.

Saramacca
Der historisch interessanteste Ort des Bezirks Saramacca ist Groningen. Dort sind die Spuren holländischer Bauern aus Zeeland zu besichtigen, die sich 1845 hier ansiedelten. Wegen seiner Vielfalt an Vögeln ist der Distrikt besonders bei Ornithologen beliebt.

Coronie
Coronie zeichnet sich durch seine typische Architektur aus, die auf die Zeit der englischen Besetzung zurückgeht.

Nickerie
Den westlichsten Teil Surinames bildet Nickerie, dessen Provinzhauptstadt Nieuw Nickerie sich mit ihrem Unterhaltungsangebot zu einer touristischen Hochburg entwickelt hat. Im Feuchtgebiet Bigi Pan können seltene Seevögel beobachtet werden.

Commewijne
Commewijne ist bekannt für seine Plantagen, javanische Kultur und Radtouren über jahrhundertealte Pfade. Das Fort Nieuw Amsterdam aus dem 18. Jahrhundert wurde in ein Freilichtmuseum umgestaltet.

Marowijne
Im Küstengebiet von Marowijne befinden sich zwei Naturschutzgebiete, in ihnen leben Meeresschildkröten und Wasservögel. In der Grenzstadt zu Französisch Guyana Albina gibt es einen hübschen Markt sowie eine Vielzahl kleiner Speiselokale und Restaurants.

Brokopondo
In Brokopondo liegt einer von Surinames beliebtesten Naturparks, das Brownsberg Nature Resort. Vom Berggipfel überblickt man den Brokopondo-Stausee, in dessen kristallklarem Wasser noch die Überreste gefluteter Maroon-Ansiedlungen sichtbar sind.

Sipaliwini
Sipaliwini grenzt im Süden an Brasilien. Die vielfältige Flora und Fauna, die wilde Landschaft mit imposanten Wasserfällen und Stromschnellen sowie die authentischen Maroon- und Indianer-Siedlungen sind charakteristisch für den mit Abstand größten Distrikt Surinames.

Weitere Informationen unter www.surinametourism.sr.

Steckbrief

Klima: tropisch
Lage: Nordostküste Südamerikas zwischen Guyana (W), Franz. Guyana (O) und Brasilien (S)
Größe: 164.000 Quadratkilometer
Hauptstadt: Paramaribo
Bevölkerung: ca. 500.000 Einwohner
Sprache: Niederländisch (Amtssprache) daneben: Sranang-Tongo (Verkehrssprache), Englisch, Hindi, Javanisch u.a.
Regierungsform: Republik mit Präsidialverfassung
Währung:
Religion: Christen (42%), Hindus (27%), Moslems (20%)

Karte Suriname / Hauptstadt: Paramaribo


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