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Unterirdisch: Sloweniens Höhlenwelt entdecken

Postojna, die meistbesuchte Karsthöhle Europas
Postojna, die meistbesuchte Karsthöhle Europas (Foto: Iztok Medja / Postojnska jama d.d. Postojna)

Unterirdisch: Sloweniens Höhlenwelt entdecken

Das slowenische Karstgebiet ist bekannt für die faszinierende Unterwelt. Stein und Wasser haben mit Spiel aus Kraft und Ausdauer über Jahrtausende hinweg diese Unterwelt geschaffen. Mehr als 11.000 Höhlen wurden bisher dort entdeckt. Rund zwanzig sind für Besucher zugänglich.

Der Karst im Regionalpark Škocjanske jame in der Nähe des slowenischen Ortsteils Škocjan ist Namensgeber für ausgehöhltes, aus Kalkstein bestehendes Gelände überall auf der Welt. Der 413 Hektar große Park besticht vor allem durch die Höhlen von Škocjan, ein verflochtenes System von elf Höhlen, Einsturzdolinen, Flußschwinden, Naturbrücken und weiteren Karsterscheinungen.

Aufgrund ihrer Einzigartigkeit haben die Höhlen eine besondere Bedeutung für das Natur- und Kulturerbe und wurden 1986 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. In deren Tiefen verbirgt sich Europas größter, bis zu 146 Meter tiefer unterirdischer Canyon. Bewundern kann man die Schönheiten der Karster Landschaft sowohl unterhalb als auch oberhalb der Erde. Erfahrene Guides bieten Führungen durch die Höhlen von Škocjan an, und im Park können Besucher wandern, die intakte Natur genießen oder die kulturellen Sehenswürdigkeiten erkunden.

Höhle von Postojna

Neben dem Regionalpark Karst zieht auch die nahegegene Höhle von Postojna Besucher in ihren Bann. Es ist die meistbesuchte Karsthöhle Europas. Bereits 1872 wurden in der Höhle Gleise und zwölf Jahre später Stromleitungen verlegt. Mit der weltweit einzigen doppelgleisigen Höhleneisenbahn wird man ins Innere der Grotte befördert.

Interessierte können die Höhle dank eines ausgeklügelten Beleuchtungssystems die monumentale unterirdische Welt und die geologische Vergangenheit bewundern. Besonders faszinierend sind unter Tage der 16 Meter hohe Tropfstein „Nebotičnik“ (dt. „Wolkenkratzer“) oder der fünf Meter hohe Stalagmit „Brillant“, das schneeweiße Wahrzeichen der Höhle. In einer der interaktiven Ausstellung erfährt man zudem mehr über die Entstehung der einzigartigen Karstwelt Sloweniens. Die Tour durch das 24 Kilometer lange Höhlensystem dauert rund eineinhalb Stunden – fünf Kilometer sind ganzjährig für Besucher geöffnet.

Die Grotte von Postojna beheimatet das im Jahr 1899 erbaute, älteste Höhlenpostamt der Welt sowie Europas einziges unterirdisch lebende Wirbeltier: der Grottenolm. Das Höhlentier wird bis zu 100 Jahre alt. 2016 schlüpften dort - zum ersten Mal in der 200-jährigen Geschichte der Grotte - junge Grottenolme, auch als Drachenbabys bekannt.

Weitere Informationen unter www.slovenia.info/de/ab-in-die-natur/hohlen.

Predjama, die größte Höhlenburg der Welt
Predjama, die größte Höhlenburg der Welt (Foto: Pixabay)

Höhlenburg Predjama

Unweit der Grotte von Postojna befindet sich eine weitere weltbekannte Besonderheit: die Burg Predjama, die größte Höhlenburg der Welt. Seit mehr als 800 Jahren thront sie inmitten einer 123 Meter hohen Felswand und ist über geheimnisvolle unterirdische Gänge mit der darunterliegenden Höhle verbunden. Die Burg, die bereits mehrfach als Kulisse für Filmszenen genutzt wurde, diente im 15. Jahrhundert ihrem berühmten Besitzer Erasmus von Luegg als Unterschlupf. Ein Jahr lang gelang es dem legendären Raubritter sich im Schutze der eindrucksvollen Burg den Belagerern zu widersetzen.

Besuchern steht für die Besichtigung beider Attraktionen aufgrund der geringen Entfernung ein Bustransfer zwischen der Grotte von Postojna und der Burg Predjama zur Verfügung.

Geflutete Bergwerkstollen

Neben den zahlreichen Karsthöhlen im Südwesten des Landes erstrecken sich in den Tiefen des Nordens geflutete Bergwerkstollen. An der Grenze zum österreichischen Kärnten, lockt ein Labyrinth aus unterirdischen Stollen, Schächten und Seen, die in Begleitung eines Grubenführers ergründet werden können. Mithilfe eines Kajaks paddeln abenteuerlustige Besucher durch die gefluteten Gänge des einst größten Blei- und Zinkbergwerks in diesem Teil Europas, das heute zum UNESCO Global Geopark Karawanken gehört. Gut ausgerüstet erkunden Besucher die faszinierende Unterwelt der Petzen und manövrieren Kajaks durch enge Stollen, überqueren Stromschnellen und bestaunen kristallklare Bergeseen, die bis in 700 Meter Tiefe reichen.

Weitere Informationen unter www.slovenia.info/de.


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