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Tipps: Camping in Corona-Zeiten

Camping in Corona-Zeiten – was es zu beachten gilt

Camping-Urlaub liegt im Trend. Rund 35,8 Millionen Übernachtungen gab es 2019 auf deutschen Campingplätzen. Das sind zehn Millionen mehr als noch vor zehn Jahren. Die Corona-Pandemie wird diesen Rekord sicher noch toppen.

Camping-Urlaub ist autark und zugleich ortsunabhängig – man kann verschiedene Orte entdecken.

Spontan losfahren sollte man aktuell aber eher nicht. Die Nachfrage nach Wunschplätzen an der See oder in den Bergen ist groß. Eine verbindliche Vorabreservierung ist empfehlenswert.

Die Auslastung der einzelnen Plätze kann zudem reglementiert sein. Es ist möglich, dass zudem nur komplette Selbstversorger zugelassen werden. Das Wohnmobil oder der Campinganhänger sollte dann also über eine eigene Küche, WC, Dusche und Frisch- und Abwassertanks an Bord verfügen.

Camping hat aktuell viele Vorteile. Die Anreise erfolgt individuell und sicher im eigenen Fahrzeug. Die eigene Nasszelle schafft in Corona-Zeiten Sicherheit. Parzellen auf den Plätzen sind so gestaltet, dass man ausreichend Abstand zu anderen Campern halten kann.

Fahren von Reisemobil und Auto mit Wohnanhänger

Wohnmobile unter 3,5 Tonnen kann man mit einem normalen Führerschein (Klasse B) fahren. Ist der Camper schwerer, benötigt man mindestens die Klasse C1. Damit darf man Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen fahren. Führerscheine, die vor 1999 ausgestellt worden sind, erlauben das Fahren beider Klassen. Für ganz große Wohnmobile ist ein Lkw-Führerschein erforderlich.

Bei Gespannen mit Wohnanhängern unter 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht (inklusive Pkw) reicht Klasse B aus, für alles darüber bedarf es entweder der Klassen BE, C1 oder größer.

Ein Sicherheitstraining für Wohnmobil und Gespann empfehlenswert. Viele ADAC-Fahrsicherheitszentren bietet solche Trainings an.

Sicherheits-Check von Wohnmobilen und Caravans

Campingfans sollten ihr Gefährt vor dem Urlaub gründlich checken. Alternativ kann man dies auch in einem ADAC-Prüfzentrum machen lassen. Leistungen wie Gasanlagenprüfung, Prüfung der Campingausstattung sowie Gebrauchtwagenprüfung und Sicherheitscheck des Fahrzeugs können gebucht werden.

Ladung – Übergewicht kann teuer werden

Fahrräder, Sonnenschirm, Standheizung, Batterien – wer beim Camping gut ausgestattet sein will, hat eine Menge Gepäck im Schlepptau. Das zulässige Gesamtgewicht sollte nicht überschritten werden. Leergewicht, Gewicht der mitreisenden Personen und der Zuladung sollte jeder Camper beachten. Wichtig ist es, das Fahrzeug tatsächlich zu wiegen.

Viele Urlauber unterschätzen zudem die Gefahr eines überladenen Fahrzeugs, das sich negativ auf die Fahrstabilität und den Bremsweg auswirkt.

In einigen Ländern gibt es bei Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts eine Null-Toleranz-Politik. Das kann die Urlaubskasse ganz schön schmälern.

Miet-Camper und -Caravans

Wer nicht in Besitz eines Campers ist und einen anmieten will, sollte dies rechtzeitig machen. Ebenso wie viele Campingplätze bereits gut gebucht sind, ist auch dort die Nachfrage groß.

Die Miet-Kosten sind abhängig vom Modell, Reisezeitraum und Mietdauer. Die Bandbreite ist zudem groß: vom einfachen kleinen Kastenwagen mit Schlafplätzen bis zum Luxusliner mit Spa-Bereich, Espressobar und Garage für den Kleinwagen.

Ein kleiner Camper mit vier Schlafplätzen kostet circa 120 EUR pro Tag, eine Nacht auf dem Campingplatz für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet ab circa 30 EUR. Günstiger schläft man auf Stellplätzen, hier kostet die Nacht ab circa 10 EUR.

Stressfrei ankommen - Planung und Vorbereitung

Fahren sollte vorab geübt werden, um die Maße des Gefährts und das Fahrverhalten besser einschätzen zu können. Auch Ein- und Ausparken – etwa auf Parkplätzen – sollte ausgiebig geübt werden. Am besten sowohl allein als auch mit Einweiser.

Die Fahrroute sollte man sich vor dem Start anschauen und die Etappen mit einem gesunden Zeitpolster auswählen. Es sollte genug Zeit für Pausen und Schönes am Wegesrand sein.

Stellplätze sollten frühzeitig reserviert werden. Gerade in diesem Sommer werden die Campingplätze häufig bereits ausgebucht sein.

Unterwegs sorgen defensives Fahren und eine moderate Reisegeschwindigkeit für Sicherheit und schonen die Nerven. Ideal ist ein Tempo bis maximal 110 Stundenkilometer.

Camping-Regeln vor Ort

Das Hygienekonzept des jeweiligen Campingplatzes ist in aller Regel auf Einweisungstafeln erläutert. Ein- und Ausgänge der Rezeption und Sanitärbereiche sind meist getrennt und sichtbar markiert.

Die Parzellen sollten so gestaltet sein, dass ausreichend Abstand zu anderen Campern gehalten werden kann.

Es gilt das Abstandsgebot und in geschlossenen Räumen Mundschutzpflicht. Desinfektionsmittel-Spender sollten mindestens an den Zugängen zu Funktionsgebäuden und Sanitärbereichen vorhanden sein.

Bei Nutzung der Sanitäreinrichtungen muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Es kann zudem eine Personenbeschränkung vorhanden sein. Manche Campingplätze bieten Stellplätze mit Privatbädern an.

Schwimmbäder, Gastronomie, Freizeit- und Wellnesseinrichtungen, Kulturangebote und Spielplätze stehen mit Hinweis auf den Sicherheitsabstand und einer eingeschränkten Nutzeranzahl zur Verfügung.

Bei den Platzbetreibern sollte man sich vorab nach eventuellen Beschränkungen und Sonderregeln erkundigen.

ADAC-Praxistest vor Ort

Wie sieht Camping in Corona-Zeiten in der Praxis aus? Der ADAC Campingführer hat einen Campingplatz in Bayern besucht und den Praxis-Check gemacht.


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