Helsinki, die Kompakte des Nordens

Städte-Tipp: Helsinki, die Kompakte des Nordens

Helsinki eignet sich perfekt für einen Kurzstädtetrip. Die nördliche Metropole bietet viele Sightseeing- und Kulturhighlights und gute Shopping-Möglichkeiten. Architektur aus verschiedenen Epochen, Parks, Museen, Galerien sowie kleine Läden und große Einkaufszentren und natürlich die berühmte Flaniermeile Esplanade - und fast alles ist fußläufig erreichbar.

Helsinki ist eine kompakte Stadt. Dank seiner Lage direkt an der Ostsee lässt sich in eine Städtetour nach Helsinki gut mit Ausflügen in die Natur kombinieren. Direkt vor der Hauptstadt gibt es Oasen der Ruhe: Felsige Ufer, kleine Inseln und Naturschutzgebiete mittendrin - schnell und leicht per Boot zu erreichen.

Kathedrale in Helsinki
Kathedrale in Helsinki (Foto: Andrea Quaß / Reisefernsehen.com)

Rundgang durch das Herz von Helsinki

Idealerweise startet man einen Rundgang durch das alte Zentrum der Metropole am Marktplatz. Der Kauppatori, wie er in Finnland genannt wird, ist das Herz der Stadt und liegt direkt am Wasser. Vom dort aus ragen zwei Arme in den Meerbusen, in deren Passagierhäfen die riesigen Ostseefähren vertäut sind. Von hier aus starten auch die meisten der kleinen Pendelboote zu den Inseln.

An den Marktständen werden saisonale Produkte, traditionelle Snacks und Souvenirs angeboten. Finnische Spezialitäten finden sich in der nahen Markthalle, die mit dem Entstehungsjahr 1888 zugleich die älteste der Stadt ist.

Esplanade Park
Esplanade Park (Foto: Joni Rousku / Visit Helsinki)

Der Esplanade Park ist seit rund 200 Jahren die Hauptpromenade der Stadt. In den Straßen entlang des Parks wimmelt es von kleinen Geschäften und Designerläden. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das im Empire-Stil gehaltene historische Stadtzentrum.

Im Tori Viertel kann man in den Boutiquen finnisches Design und Handarbeiten. Das Herz des Viertels aus dem 19. Jahrhundert ist der Senatsplatz mit dem bekanntesten Gebäude der Stadt, dem Dom.

Tori Viertel
Tori Viertel (Foto: Maija Astikainen / Visit Helsinki)

2014 wurde Helsinki als UNESCO Weltdesignhauptstadt ausgezeichnet. Nicht nur bei einem Bummel durch den Design District merkt man: Design ist im täglichen Leben der Finnen tief verwurzelt. In dem lebendigen Viertel mit 25 Straßen gibt es viele Geschäfte, Galerien, Designstudios und Hotels.

Die aus Naturstein gebaute Felsenkirche Temppeliaukio ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Helsinki. Die Innenwände sind durch den Felsen natürlich geformt. Aufgrund der hervorragenden Akustik wird die Kirche oft als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt.

Weitere Sightseeing-Highlights sind beispielsweise die Finnische Nationalgalerie Ateneum und die größte russisch-orthodoxe Kirche Nordeuropas , die Uspenski- Kathedrale. Infos: www.myhelsinki.fi

Felsenkirche in Helsinki
Felsenkirche in Helsinki (Foto: Jussi Hellsten / Visit Helsinki)

Grüne Oasen und Entdeckungen unweit des Zentrums

Helsinki gilt als grüne Stadt: Ein Viertel der Stadtfläche ist Parkgebiet. Entspannung verspricht ein Spaziergang durch den Töölönlahti-Park zu der von Alvar Aalto entworfenen Finnland-Halle. Dort finden etwa Konzerte des Philharmonischen Orchesters von Helsinki statt. Ganz in der Nähe befindet sich der städtische Wintergarten und die Nationaloper, die die moderne finnische Architektur der 90er Jahre repräsentiert. Um die Runde zu komplettieren, geht es vom Sibeliuspark über die Mechelininkatu weiter nach Süden und man gelangt auf die kleine Halbinsel Hietaniemi. An deren westlichem Ende bevölkern im Sommer unzählige Badelustige und Sonnenanbeter die Sandstrände, während es Geschichtsinteressierte zum Soldatenfriedhof zieht. Abwechslung verspricht auch ein Abstecher zum Vergnügungspark Linnanmäki.

Kaivopuisto / Park in Helsinki
Kaivopuisto / Park in Helsinki (Foto: Sakke Somerma / Visit Helsinki)

Inseln vor Helsinki

Die Schärenwelt vor Helsinki entdeckt am Besten vom Wasser aus. Vom Marktplatz aus starten die meisten der Fährboote zu den vorgelagerten Inseln. Am nächsten gelegen ist die Insel Harakka, von Künstlern bewohnt und mit einer üppigen Pflanzen- und Vogelwelt.

Die sechs Eilande der Seefestung Suomenlinna liegen ebenfalls vor dem Hafen der finnischen Hauptstadt. 1748 errichtet, ist die UNESCO-Weltkulturstätte eine der größten Seefestungen der Welt und eine der populärsten Attraktionen Finnlands. Die restaurierten Festungsanlagen und Garnisonsgebäude beherbergen heute Wohnungen, Werkstätten, Tagungs- und Veranstaltungsräume sowie Gaststätten und Museen. Die Festung ist das ganze Jahr über zu jeder Zeit zugänglich. Die Überfahrt ab Marktplatz dauert rund 15-20 Minuten. Infos: www.suomenlinna.fi/en

Hesinki und seine Schäreninseln
Hesinki und seine Schäreninseln (Foto: Visit Helsinki)

Die kleinere Schwesterinsel Lonna erreicht man in der Hälfte der Zeit. Empfehlenswert ist ein Besuch des dortigen Restaurants.

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Insel Vallisaari. Die Insel lockt mit einer verwilderten Natur und alten Festungsanlagen, die an ihre Geschichte als Militärposten erinnern. Vom dortigen Restaurant Upseerikerho hat man einen herrlichen Seeblick. Infos: www.nationalparks.fi/vallisaari

Eine weitere alte Militärinsel, die für das Publikum erst 2017 eröffnete Isosaari liegt 40 Boots-Minuten entfernt. Rauer und weniger bekannt als die populär gewordene Vallisaari, gilt sie noch als Geheimtipp. Infos: visitisosaari.fi

Südlich des Westhafens und etwas weiter entfernt liegt die Schäre Pihlajasaari. Hier wurde ein Erholungspark angelegt, der mit Granitklippen, sandigen Badebuchten und sauberem Wasser lockt.

Die Insel Seurasaari liegt fünf Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums und ist durch eine Holzbrücke mit dem Festland verbunden. Hauptattraktion ist das Freilichtmuseum, in dem typische Beispiele finnischer Architektur und Wohnkultur aus verschiedenen Teilen des Landes zusammengetragen sind.

Seefestung Suomenlinna vor Helsinki
Seefestung Suomenlinna vor Helsinki (Foto: www.suomenlinna.fi / Visit Helsinki)

Sightseeingtipps

Finnlands Metropole per Boot entdecken

In den Sommermonaten kann man Helsinki auch vom Wasser aus entdecken. So werden Schiffstouren auf der sehenswerten Kanalroute rund um die Stadt angeboten. Die rund einstündigen Touren ab dem Hafen am Markt geben vorbei an der berühmten Seefestung Suomenlinna, dem Zoo Korkeasaari, dem Hafen mit den Eisbrechern und vielem mehr. Abends werden Dinner Cruises angeboten. Infos: www.sunlines.fi.

Bootstour auf der Kanalroute
Bootstour auf der Kanalroute (Foto: Mika Lappalainen / Visit Helsinki)

Mit der Bier-Tram durch Helsinki

Eine originelle Art Helsinki zu erkunden, ist im Sommer eine Tour mit der roten Pub-Tram „Spårakoff“. In der historischen Bahn der Brauerei Koff wird kühles Bier serviert während es vorbeigeht am Olympiastadium, der Staatsoper, dem Nationalmuseum, dem Senatsplatz und vielen anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Fahrt dauert rund 45 Minuten und startet von der Station Mikonkatu nahe dem Hauptbahnhof. Unterwgs gibt es Zu- und Ausstiegsmöglichkeiten. Infos: www.koff.net

Geld sparen mit der Helsinki Card

Die Helsinki Card – Helsinki City oder Helsinki Region Card - ist für 24, 48 oder 72 Stunden erhältlich und bietet eine Menge Vorteile, die es ermöglichen, Helsinki zu erkunden und entdecken und gleichzeitig viel Geld zu sparen. Mit der Stadtkarte kann man unbegrenzt den öffentlichen Nahverkehr in Helsinki nutzen, an kostenlosen Sightseeing-Touren mit Bus (ganzjährig) und Boot (Mai-September) teilnehmen, viele Museen und Top-Attraktionen kostenlos besuchen und erhält Vergünstigungen in vielen Restaurants und Geschäften. Infos: www.helsinkicard.com

Kathedrale am Senatsplatz / Blick auf die Schären
Kathedrale am Senatsplatz / Blick auf die Schären (Foto: Niko Soveri / Visit Helsinki)

Kunst & Kultur

Amos Rex - Unterirdisches Museum

Das Amos Rex ein privates Kunstmuseum und dient als Begegnungsstätte von Kunst und urbaner Kultur. Der Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Kunst. Es besteht aus unterirdischen Ausstellungsräumen, dem alten Lasipalatsi Gebäude ("Glas-Palast") von 1936 und dem Kino Bio Rex sowie einem Event-Forum auf dem Lasipalatsi-Platz, der das Dach der Ausstellungsfläche bildet. Infos: amosrex.fi

Ateneum - Finnlands bekanntestes Kunstmuseum

Das Kunstmuseum Ateneum beherbergt eine bedeutende Sammlung finnischer Werke. Es zeigt Klassiker mit dem gewissen Extra. In der kollektiven Erinnerung der Finnen sind die Bilder des Museums tief verwurzelt. Die Werke der Sammlungen stammen aus dem 19. Jahrhundert und reichen bis in die Moderne. Populäre Ausstellungen finnischer sowie internationaler Kunst sollen Besuchern neue Perspektiven in die Vergangenheit und Zukunft eröffnen. Das Museum ist eine Oase mitten in Helsinki. Infos: www.ateneum.fi

Sibelius Finland Experience

Sibelius Musik ist aufs Engste mit Finnland verbunden. „Meine Musik ist klares Mineralwasser, kein bunter Cocktail“, bekannte Jean Sibelius einst. Zu seinen berühmtesten Werken zählen „Finlandia“, „Valse Triste“ und „Kullervo“. Mehrere hundert Kompositionen umfasst das Oeuvre Jean Sibelius, über das Kenner sagen, es sei herb und schroff wie die finnische Natur, dicht wie die Wälder und zart wie der Morgennebel, der über den Fjells liegt. Die Musik-Show "Sibelius Finland Experience" findet von Mai bis September im Stadtzentrum von Helsinki statt. Das Live-Konzert mit Piano und Geige, begleitet von Illustrationen und Erzählungen findet immer mittags um 12.00 Uhr in der Balder Hall statt. Infos: www.stopover.fi

Tipps der Redaktion

Ruoholahti bei Nacht / Helsinki
Ruoholahti bei Nacht / Helsinki (Foto:Jussi Hellsten / Visit Helsinki)

Ruoholahti - Stadtteil im Wandel

Im Westhafen von Helsinki, wo einst Werften, Magazine und Kräne und später Industriebrachen das Bild bestimmten, fand ab den 1990er Jahren ein Umbruch statt. Entstanden ist der neue Stadtteil Ruoholahti, direkt am Wasser gelegen. Die Baana, eine Fahrradautobahn mit Fußgängerweg, verbindet den Stadtteil direkt mit dem Hauptbahnhof. Straßenbahnen sowie Metrostation garantieren eine gute ÖPNV-Anbindung. Die Kombination aus alten Industrieanlagen, Hafen und moderner Architektur mit Wohn- und Geschäftsgebäuden machen den Standteil zu einem spannenden, sich noch im Wandel befindenden Viertel.

Kanal in Ruoholahti / Helsinki
Kanal in Ruoholahti / Helsinki (Foto: Matti Tirri / Visit Helsinki)

Kabelfabrik - Zentrum für Kunst und Kultur

Die alte Kabelfabrik Kaapeli war einst nach ihrer Fertigstellung das größte Gebäude Finnlands. Nur noch ein paar Schornsteine erinnern daran, dass im Westen Helsinkis ein großes Industrieviertel war. Heute ist die Cable Factory das größte kulturelle Zentrum Helsinkis. Wo einst Kabel produziert wurden, verkabelt Kultur und Kunst die Menschen. Die Kabelfabrik beherbergt das Finnische Museum für Fotografie, das Theatermuseum und das Hotel & Restaurant Museum. Es gibt des weiteren 10 Galerien, Tanztheater, Kunstschulen, Buchladen, Museumsshop wie Cafés und Restaurants. Über 900 arbeiten hier tagtäglich in den Bereichen Kunst, Kultur und kreatives Handwerk. Infos: www.kaapelitehdas.fi

Restaurant Ravintola Poiju

Das Restaurant Ravintola Poiju bietet eine Mischung aus indischer Küche, Pizzeria und finnischen sowie europäischen Gerichten. Jeder findet etwas auf der Karte mit für Helsinki sehr moderaten Preisen. Das Publikum ist eine Mischung aus Einheimischen und Touristen. Im Sommer kann man am Kanal auf der Außenterrasse sitzen.

Ravintola Poiju
Jaalaranta 5
00180 Helsinki
www.ravintolapoiju.fi

Hotel Aida

Das Hotel AIDA befindet sich an einem Kanal im Stadtteil Ruoholahti. Das kleine Hotel befindet sich ruhig gelegen in der 5. Etage eines Geschäftsgebäudes. Fußläufig gibt es zahlreiche Café und Restaurants, teilweise direkt am Kanal gelegen, sowie Einkaufsmöglichkeiten. Auch das Kulturzentrum Kabelfabrik ist in unmittelbarer Umgebung. Tramhaltestellen und Metrostation direkt in unmittelbarer Umgebung. Am Kanal lang gelangt man zudem zu Fuß in die Innenstadt. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, freundlicher Service, sehr saubere Zimmer. Das Hotel ist empfehlenswert für alle, die nicht direkt im Zentrum wohnen wollen.

Hotel Aida
Länsisatamankatu 16 - 5.kerros
Jätkäsaari
00180 Helsinki
www.hotelaida.fi

Post from RICOH THETA. - Spherical Image - RICOH THETA

Lohnenswertes außerhalb der City

Emma - Nordeuropas größtes Kunstmuseum

5.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche – so viel wie die gesamte Rasenfläche des Olympiastadions von Helsinki – das ist Emma, das Museum für moderne Kunst in Espoo. Der Ort grenzt direkt an Helsinki und beherbergt Nordeuropas größtes Kunstmuseum. Neben wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Werke des 20. Jahrhunderts gibt es eine Dauerausstellung mit Werken aus der Sammlung von Saastamoinen, die die Hälfte der Museumsfläche ausfüllt. Infos: www.emma.museum

Shopping-Center Itis
Shopping-Center Itis (Foto: Andrea Quaß / Reisefernsehen.com)

Shopping-Center Itis

Die Shoppingmall Itis ist eine der größten Einkaufszentren Finnlands. Im Bezirk Itäkeskus im Osten von Helsinki gelegen, eignet es sich ideal (nicht nur) für einen Besuch bei schlechtem Wetter. Es gibt über 120 Geschäfte sowie über Cafés und Restaurants sowie Dienstleistungsunternehmen. Seit Ende 2018 gibt es zudem Finnlands erstes und einziges IMAX-Kino Finnkino Itis. Rund 18 Millionen besuchen Itis jährlich. Über 3000 kostenfreie Parkplätze stehen zur Verfügung. Infos: www.itis.fi

Korkeasaari - Zoo auf der Insel

Der Korkeasaari Zoo ist im Sommer mit der Fährboot und im Winter per Bus zu erreichen. Der Insel-Zoo beherbergt rund 150 Tierarten und 1.000 Pflanzenarten. Neben einheimischen finnischen Arten wie Elch, Bär, Vielfraß oder Waldren gibt es unter anderem Amurtiger, Seidenäffchen, Schneeleoparden und Wisente zu bestaunen. 1889 gegründet, ist er einer der ältesten Zoos der Welt. Der Zoo züchtet Arten und beteiligt sich an Programmen, die Tiere wieder in ihren natürlichen Lebensräumen ansiedeln. Infos: www.helsinkizoo.fi

Typisch finnisch

Allas Sea Pool am Hafen
Allas Sea Pool am Hafen (Foto: Lauri Rotko / Visit Helsinki)

Schwitzen auf finnisch

Saunen gehört zum finnischen Leben dazu. Bei rund 5,5 Millionen Einwohnern gibt es im Land mindestens zwei Millionen Saunen. Die ursprünglichste Form ist die Rauchsauna. Man schwitzt entspannt, so lange man möchte und zwar Männer und Frauen immer getrennt und auch mit Badesachen. In Helsinki locken zahlreiche öffentliche Saunen, in denen man das finnische Saunaerlebnis erfahren kann.

Der ganzjährig geöffnete Allas Sea Pool, nicht weit vom Marktplatz entfernt, umfasst mehrere Saunen, Pools und Restaurants. Clou: Dort schwimmt man in Becken, die im Meer eingelassen sind. Es kombiniert Schwimmen, Saunen, urbane Kultur und Nachhaltigkeit. Infos: www.allasseapool.fi/en

Sauna Löyly
Sauna Löyly (Foto: Pekka Keränen / Visit Helsinki)

Das Löyly ist eine urbane Oase, an einen Küstenstreifen in Hernesaari. Es bietet eine außergewöhnliche Architektur mit mehreren Saunen und ist ebenfalls das ganze Jahr über geöffnet. Eine Besonderheit ist die traditionelle Rauchsauna. Infos: www.loylyhelsinki.fi

Weitere Saunen sind beispielsweise die lokale Sauna Arla in Hermanni, die kulturelle Kulttuurisauna in Merihaka oder die im alten Stil betriebene Kaurila Sauna in Meilahti.

Die skurrilste Sauna ist die Sompasauna, am Rande der Großbaustelle des neuen Kalasatama-Wohngebiets. Die selbstverwaltete Sauna ist rund um die Uhr geöffnet und kann von jedem frei angeheizt und benutzt werden. Infos: www.sompasauna.fi

Zu Gast bei Finnen

Wer finnisches Lebensgefühl, Kultur und Tradition besser kennenlernen will, kann ein Abendessen bei einer finnischen Familie oder den Besuch einer Privat-Sauna buchen. Auf "Cosy Finland" findet man die verschiedensten Angebote. Die Mehrzahl der Gastgeber befindet sich in und um Helsinki. Besonders beliebt sind der „Finnische Abend“ mit Drei-Gang-Menü sowie der „Sauna-Abend“ inklusive Snack. Die Teilnehmerzahl ist in der Regel auf eine bis vier Personen begrenzt. Interessierte teilen neben ihren persönlichen Angaben Wünsche und Interessen mit und „Cosy Finland“ schlägt dann einen passenden Gastgeber vor. Infos: www.cosyfinland.com

Jahreszeiten-Tipps

Mitsommerfeuer in den Schären
Mitsommerfeuer in den Schären (Foto: / Visit Helsinki)

Mitsommer in Helsinki

Der nordische Sommer ist kurz, aber intensiv. Nach dem meist langen Winter blüht die Stadt zu Beginn des Sommers auf .In den Monaten von Juni bis August finden in der finnischen Hauptstadt und Umgebung Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art statt. Internationale Stars, traditionelle Feierlichkeiten und rasante Flugshows machen die Nacht zum Tag.

Höhepunkt der Mitsommerzeit ist das traditionelle Mitsommernachtsfeuer auf der Insel Seurasaari. Diese liegt 15 Autominuten vom Stadtzentrum Helsinkis entfernt und ist mittels einer Brücke mit dem Festland verbunden. Tanzdarbietungen, Kunsthandwerk und kulinarische Köstlichkeiten runden das Sommerfest ab. Einige Reedereien bieten Kurzkreuzfahrten zwischen drei und vier Stunden an, bei denen man die Mitsommerfeuer bei einem Abendessen die Mitsommerfeuer bewundern.

Im Juli ist es in Helsinki eher ruhiger. Die Einwohner sind meist in ihrem mökki (Sommerhaus) auf dem Land. Anfang August wird es dann in der finnischen Hauptstadt wieder turbulenter.

Heringsmarkt im Südhafen
Heringsmarkt im Südhafen (Foto: Visit Helsinki)

Heringsmarkt im Herbst

Eine finnische Spezialität ist der Ostsee-Hering, der in kaum einem anderen Land so beliebt und für die Fischerei so bedeutend ist. Seit dem 17. Jahrhundert verkaufen die Fischer gegen Ende der Saison im Oktober ihren besten Fisch direkt vom Boot und an Marktständen in den Küstenorten des Landes. Aus diesem Brauch heraus haben sich in vielen Städten Herings-Festivals entwickelt. Das größte findet seit 1743 im Südhafen von Helsinki statt und ist damit die älteste traditionelle Veranstaltung der Stadt. Eine Woche lang bieten dann Berufsfischer mitten in der finnischen Hauptstadt Salzhering, Kräuterfische und in unterschiedlichste Marinaden eingelegte Heringe an. Dazu gibt es das für den Schärengarten typische dunkle Brot. Infos: www.portofhelsinki.fi

Schlittschuhlaufen am Hauptbahnhof
Schlittschuhlaufen am Hauptbahnhof (Foto: Paul Williams / Visit Helsinki)

Eisiges im Winter

Finnland und Eis gehören zusammen. In den Wintermonaten kann man in Helsinki im Ice Park direkt am Hauptbahnhof ein paar Kurven oder Pirouetten und einfach ein paar Bahnen fahren. Die Eis-Location ist von November bis März geöffnet. Mehrmals die Woche werden Themen wie „Oldtime Schlittschuhlaufen“ oder Musikevents angeboten. Infos: www.jaapuisto.fi

Mit Unterstützung von Visit Helsinki und Helsinki Card.


Social Media: