Holland: Den Helder - Marinestadt am Meer

Tor nach Texel, Wasch-Paradies für Segler, Hotspot für Marinefans und viel Meer - Den Helder ist kein schöner Küstenort, eher eine maritime Funktionsstadt. Urlauber kennen ihn meist als Absprunghafen um zur niederländischen Insel Texel zu gelangen.

(Foto: Andrea Quaß / Reisefernsehen.com)

Bei Seglern gilt der dortige Yacht-Hafen als Gemeintipp bei längeren Aufenthalten an Bord: Waschen ist gratis! Und Marinefans zieht es zum Flotten-Stützpunkt im Hafen und ins sehenswerte Marinemuseum.

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Die attraktive geografische Lage war schon Napoleon bekannt, der es zum Gibraltar des Nordens ausbauen wollte. Heute beherbergt die einstige "De Stelling van Den Helder“ beherbergt heute den wichtigsten Marinehafen der Niederlande und ist Stützpunkt der Königlichen Marine, dem größten Arbeitgeber der Stadt.

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Zudem ist der Ort Knotenpunkt für Offshore-Aktivitäten in der Nordsee: über 140 Plattformen werden von hier aus per Schiff und Helikopter versorgt.

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Das Herzstück des Hafengebietes bildet die von Napoleon errichtete alte Reichswerft Willemsoord. Dort, wo früher Schiffe für die Marine gebaut und gewartet wurden, entwickelt sich ein pulsierendes, kulturelles Zentrum.


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Die einzige Werft wird restauriert und beherbergt neben einigen Museen auch zahlreiche kulturelle und nautische Einrichtungen sowie ein stetig wachsendes gastronomisches Angebot. Es werden Führungen durch Willemsoord angeboten - natürlich mit "de koffie staat klaar", denn das gehört in den Niederlanden fast immer dazu.

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Den Helder ist maritim. Der Ort am nördlichsten Zipfel der Provinz Nordholland ist an drei Seiten von Wasser umgeben. Nordsee, Wattenmeer und Marsdiep. Es gibt sieben Kilometer Strand und eine große Vielfalt an Landschaftsformen - von Wälder und Dünen, über Polderlandschaften bis hin zu Wasserläufen. Hier beginnt auch das Wattenmeer, das sich von der holländischen Küste entlang der gesamten deutschen Nordseeküste bis zum südwestlichen Dänemark zieht.

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Marinemuseum

Vor dem Marinemuseum beeindrucken bereits das Rammschiff Schorpioen, das Minensuchboot Abraham Crijnssen und das U-Boot Tonijn. Im Museum selbst, selbst eines der imposanteten Gebäude vor Ort, wird die Geschichte der Seefahrt dokumentiert. Man erfährt alles über die niederländische Marine und das Leben und Arbeiten an Bord von Kriegsschiffen und U-Booten.

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Highlights dabei sind die Einblicke in das Innenleben eines Unterseebootes, der Besuch der Brücke einer Freagatte und an Bord von einstigen Marineschiffen zu sein. Zudem erfährt man viel über 500 Jahre Marine und die heutige moderne Marine und es gibt Schiffsmodelle, Uniformen, Waffen, Kunstwerke und vieles mehr aus der maritimen Welt zu bestaunen.

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Rettungsbootmuseum

Das Rettungsbootmuseum Dorus Rijkers informiert über die Geschichte der niederländischen Seenotrettung, insbesondere der niederländischen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, der Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij. (KNRM). Im Windkanal (bis Windstärke 10) und im Nebentunnel erhält man einen Einblick von den Arbeitsbedingungen der Seenotretter. In Filmen und interaktiven Medien sowie durch ausgestellte Exponaten wird die Arbeit der Seenotretter eindrucksvoll und authentisch gezeigt. Die fünf im Museumshafen Willemsoord liegenden Motor-Rettungsboote können zeitweise besichtigt werden.

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Fort Kijkduin

Napoleon wollte aus der kleinen Hafenstadt Den Helder ein zweites Gibraltar schaffen. So ließ er um 1811 das Fort erbauen. Etwa 700 Soldaten waren stationiert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Fort Kijduin vor allem vom Militär verwendet. Das heutige Museum befasst sich mit der Geschichte der Festung und seiner Bewohner. Bei Gängen durch unterirdische Gewölbe sieht man historische Waffen und eine Präsentation von Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg. Bei Besichtigung der Außenanlagen hat man eine hervorragende Aussicht auf die Nordsee. Im Fort befindet sich zudem ein Seewasseraquarium mit einem 15 m langen Glastunnel.

(Foto: Andrea Quaß / Reisefernsehen.com)

Den Helder - ein maritimer Küstenort mit Potential. Mal sehen, wie er sich entwickelt ...

Text und Fotos: Andrea Quaß






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