Gasometer: Reise durch die Welt-Klimageschichte

Ab 2021: Ausstellung im Gasometer Oberhausen
Ab 2021: Ausstellung im Gasometer Oberhausen (Foto: Thomas Machoczek)

Reise durch die Klimageschichte der Erde

Feuer, Wind und Wasser - wie wirken sich diese Urgewalten auf die Klimageschichte unseres Planeten aus? Gleich zu Beginn der neuen Gasometer-Ausstellung "Das zerbrechliche Paradies" erlebt der Besucher die Auswirkungen dieser Naturphänomene hautnah.

Ab dem Frühjahr 2021 sieht man im Ruhrgebiet auf beeindruckenden Fotos und Videos die bewegte Klimageschichte der Erde. Die Ausstellung in Oberhausen zeigt, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt in Zeiten des Anthropozäns verändert. Unter dem Motto „Eine Erde – viele Welten" entdeckt man die Artenvielfalt des Planeten: Faultiere klettern in die Baumwipfel des Regenwaldes, junge Eisbären tollen über das Packeis tollen oder eine Karibu-Herde zieht durch Tundra und Taiga ziehen.

Dank 3D-Technik kann man das größte Regenwaldschutzgebiet der Welt, den Nationalpark Tumucumaque, virtuell erkunden und dabei in die Rolle verschiedener Bewohner dieses Urwaldes schlüpfen.

Nicht immer bleiben die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld. Einige Tierarten haben urbane Ballungszentren als neue Lebensräume für sich entdeckt. Der ökologische Fußabdruck des Menschen bestimmt die Ausstellungsinhalte auf der nächsten Ebene des Gasometers.

„Sofern wir in die Natur eingreifen, haben wir strengstens auf die Wiederherstellung ihres Gleichgewichts zu achten." mahnte bereits der griechische Philosoph Heraklit, ca. 550-480 v. Chr. Seine Mahnung verhallte allerdings weitgehend ungehört, und die Folgen des Eingriffs des Menschen in das Ökosystem des Planeten sind dramatisch.

Die Bilder und Filmsequenzen zeigen in aller Deutlichkeit die Klimaveränderung durch Waldrodungen, den Raubbau an Tieren, die Vermüllung - insbesondere der Meere - und die Folgen der industriellen Landwirtschaft. Es gibt aber auch Hoffnungsschimmer, wie das Ocean Cleanup-Projekt, das Vertical Forest-Gebäude in Mailand oder - direkt vor der Gasometer-Haustür - die Renaturierung der Emscher.

Erdkugel in der Kuppel des Gasometers
Erdkugel in der Kuppel des Gasometers (Foto: Gasometer Oberhausen /Thomas Wolf/DLR)

Skulptur der Erdkugel als visueller Höhepunkt

Der Höhepunkt der Ausstellung ist eine monumentale Skulptur der Erde, auf die neue, hochaufgelöste Satellitenbilder projiziert werden. Im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers wird eine 20 Meter große Erdkugel virtuell zum Leben erweckt.

„Der Blick aus dem All ermöglicht uns zu erkennen, wie einzigartig der Blaue Planet ist und lässt auch uns Wissenschaftler immer wieder staunen," sagt Nils Sparwasser, Abteilungsleiter am Earth Observation Center des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Ich freue mich, dass wir das Publikum, insbesondere auch mit der Erdskulptur, an unserer Begeisterung für das Ökosystem Erde teilhaben lassen können."

Links

Gasometer Oberhausen: www.gasometer.de


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