Dresden: Ältester Weihnachtsmarkt Deutschlands

Dresden: Ältester Weihnachtsmarkt Deutschlands

(rf) Der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands, der Dresdner Striezelmarkt, öffnet 2011 zum 577. Mal auf dem Altmarkt neben der Kreuzkirche seine Pforten. 1434 wurde er zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Benannt ist er nach dem Gebäck Striezel, einem Vorläufer des "Dresdner Stollen©". Zu den besonderen Attraktionen gehört die Striezelmarkt-Pyramide mit 42 verschiedenen Holzfiguren auf den fünf Etagen und mit einer Höhe von über 14 Metern. Das tägliche Bühnenprogramm ist Anziehungspunkt für Alt und Jung. Fast 1.000 Amateur- und Profikünstler gestalten weihnachtliche Programme.
Am ersten Adventswochenende werden das Pflaumentoffel- und das Pfefferkuchenfest gefeiert. Zum „Dresdner Pflaumentoffelfest“ steht die Geschichte des Dresdner Pflaumentoffels und dessen Bedeutung im Mittelpunkt. Die Suche nach einer neuen Pfefferkuchen-Prinzessin findet beim „Dresdner Pfefferkuchenfest“ ihren krönenden Abschluss. Mit dabei sind unter anderem die Pulsnitzer Lebkuchenfabrik, August der Starke und die Traditionsfiguren des Dresdner Striezelmarktes. Außerdem wird der „Oma & Opa-Orden 2011“ verliehen. Kinder können dafür Vorschläge unterbreiten.

Das Stollenfest bildet am zweiten Adventssonntag einen Höhepunkt des Dresdner Striezelmarkts. Jedes Jahr backen Mitglieder des Schutzverbands Dresdner Stollen einen etwa vier Tonnen schweren Riesenstollen. Nach einer traditionellen Stollenprozession vom Residenzschloss durch die barocke Altstadt schneidet ein Bäckermeister den Stollen mit einem 1,60 Meter langen und zwölf Kilo schweren Stollenmesser an. Dabei assistiert ihm das Dresdner Stollenmädchen. Danach startet der Verkauf des Riesenstollens auf dem Striezelmarkt. (www.stollenfest.de)

Das dritte Adventswochenende steht ganz im Zeichen des „Dresdner Pyramidenfestes“. Dazu werden die Figuren und Motive auf der großen erzgebirgischen Stufenpyramide lebendig. Dieter Uhlmann, Geschäftsführer des Verbandes der Erzgebirgischen Kunsthandwerker und Spielzeughersteller, erzählt Wissenswertes zu ihrer Geschichte. Besucher des Striezelmarktes, die sich vorher online angemeldet haben, können sich zu einem Sangeswettstreit bewerben. Eine Jury wählt die beste Sängerin oder Sänger, die dann eine „kleine Schwester“ der Pyramide als Preis bekommen. (www.pyramidenfest.info) Außerdem steht dieser dritte Adventssonntag im Zeichen der Ehrung des größten begehbaren erzgebirgischen Schwibbogens der Welt. Beim „Dresdner Schwibbogenfest“ werden die Kunsthandwerker aus der Region gefeiert. Traditionen und Bräuche leben in Geschichten, Liedern und Tänzen auf.

Am Samstag, dem 17. Dezember, findet schließlich das Bergmannsfest mit einer Bergparade statt. In ihren traditionellen Uniformen ziehen Bergmänner und bergmännische Kapellen über den Dresdner Striezelmarkt. Mit ihren Fackeln tauchen sie den Marktplatz zur „blauen Stunde“ in ein besonderes Licht und künden vom nahenden Christfest.

Der Striezelmarkt dauert bis Heiligabend. Er ist täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet, am Eröffnungstag ab 16 Uhr und am Abschlusstag bis 14 Uhr. Weitere Informationen unter www.dresden.de/de/05/02/04-weihnachten-in-dresden.php.