Weinwandern: Auf Reben-Tour durch Niederösterreich

Welterbesteig Wachau - Weinwanderung mit Aussicht
Welterbesteig Wachau - Weinwanderung mit Aussicht (Foto: Donau Niederösterreich / Steve Haider)

Weinwandern: Auf Reben-Tour durch Niederösterreich

Weinliebhaber, die gerne aktiv draussen unterwegs sind, können das in Niederösterreich ideal miteinander kombinieren: Per Pedes von Weingut zu Weingut und vor Ort die "edlen Tropfen" verkosten.

Rund 28.000 Hektar gibt es in Österreichs größtem Weinanbaugebiet. Seit mehr 3000 Jahren ist der Wein in dieser Region zuhause. Spannende Geschichten über die Weinkultur erzählen Orte, Winnzer und natürlich auch der Wein selbst. Einzigartige Landschaften, wertvolle Kulturschätze, köstliche Gaumenfreuden und natürlich leckere Weine sind die Wegbegleiter auf Schuster-Rappens-Touren durch Niederösterreich. Genuss pur: Schritt für Schritt und Schluck für Schluck.

Welterbesteig Wachau

Schon die Römer prosteten sich dort zu, die Wachau. Die faszinierende Wein- und Kulturlandschaft an der Donau gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Und das mit Recht: das rund 30 Kilometer lange enge Donautal zwischen Melk und Krems ist atemberaubend schön. Auf den von Menschenhand geschaffenen Terrassen zur Kultivierung der besten Steillagen, wachsen seit Jahrhunderten Weine von Weltruf.

Zu Fuß erkundet man die Region ideal auf dem Welterbesteig Wachau. Der 180 Kilometer lange Wanderweg ist in 14 Etappen unterteilt. Gastgeber sorgen für Wanderpausen aus regionalen Produkten und natürlich auch den Gepäcktransport zum nächsten Quartier.

Weinwanderer durchqueren bekannte Rieden wie Achleiten oder Tausendeimerberg und entdecken das mittelalterliche Städtchen Dürnstein mit seiner Burgruine hoch über der Donau, in der einst der englische König Richard Löwenherz unfreiwilliger Gast war.

In Weißenkirchen, dem Zentrum des Wachauer Weinbaus lässt es sich entspannt durch die malerischen Gassen schlendern.

Und im alten Winzerort Spitz mit seinen Renaissance- und Barockhäusern wird der Aufstieg zum berühmten „Roten Tor“ mit einem traumhaften Panoramablick belohnt.

Zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung geht es gemütlich mit der Donaufähre.

Infos: www.niederösterreich.at/wachau / www.welterbesteig.at

Weitwanderweg Kremstal-Donau

Geografisch an die Wachau schliesst sich das Kremstal an und bietet einen Schmelztiegel aus Natur, Kultur und Wein. Ausgangspunkt des Weitwanderweg Kremstal-Donau ist die gleichnamige Stadt am Fluss. Krems ist heute ein moderner Genuss- und Kulturhotspot. Sehenswert ist die Landesgalerie mit der spektakulären Architektur der Brüder Marte. Auch ein Abstecher zur Gozzoburg am Hauptplatz von Krems lohnt sich.

Auf rund 100 Kilometer zieht sich der Wanderweg rund um die Weinstadt und die malerischen Orte nördlich und südlich der Donau. Die 15 Einzeletappen sind zwischen 4 und 18 Kilomter lang. Unterwegs kann man die die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten der Region Kremstal erwandern.

Gegenüber der Stadt Krems thront auf 449 Metern das Benediktinerstift Göttweig: Seit 1083 beten und arbeiten Mönche auf dem Göttweiger Berg, im Weinbau versteht sich.

Alles um den Wein dreht sich auch in der Rohrendorfer Kellergasse, 1.650 Meter lang und mit 72 Presshäusern und Kellerröhren Österreichs längste Kellergasse. Wenn von April bis Oktober die „offenen Kellertüren“ zu einer unkomplizierten Einkehr locken, lässt sich hier bei einem guten Glas wunderbar die Seele baumeln.

Infos: www.donau.com/de/wachau-nibelungengau-kremstal/ausflug-bewegen/bewegung/weitwanderweg-kremstal-donau/

Weinweg Langenlois

Dechant, Käferberg, Steinhaus und Schenkenbichl sind die bekannten Langenloiser Rieden. Hier entlang führt auch der Weinweg Langenlois. Entlang des Wanderweges werden einem die Herausforderungen des
„Arbeitsplatz Weingarten“ nähergebracht.

Unterwegs kann man in den Alltag der Winzer - zuweilen sehr unorthodox - eintauchen: so bohrt sich etwa ein meterlanger Regenwurm durch den Weingarten und begleitet das Thema Bodenbearbeitung, aus einem riesigen Sektrüttelpult wird eine Aussichtsplattform und eine Schaukel lädt zur Wetterbeobachtung.

Durstig muss unterwegs auch in bleiben: Entlang der Route gibt es sogenannte „Weinsafes“. In drei Weingartenhütten stehen gut gekühlte Wein- und Sektflaschen zur Verkostung bereit. Schlüssel und Degustationssets dazu bekommt man bei den Ausgangspunkten.

Infos: www.langenlois.at/wein/weinweg-langenlois.html

3 Schwestern-Weg: Von Kellergasse zu Kellergasse

Die drei Weinviertler Gemeinden Falkenstein, Poysdorf und Herrnbaumgarten sind wie drei Schwestern: durch den Wein verbunden und dennoch grundverschieden sind. Der Wanderweg zwischen den drei Orten führt durch pittoreske Kellergassen, satte Weinrieden und schattige Waldstücke.

In Poysdorf, der Stadt der Traube, sollte man einen Besuch im Vino Versum einplanen. Tief unter der Brünner Straße geht es durch eine Kellerröhre zum barocken Bürgerspital mit romantischem Freigelände samt Weingarten. Eingerichtete Presshäuser, ein Keller voller Fässer und das Poysdorfer Pressenmuseum zeigen die Entwicklung des Weinbaus bis in die Gegenwart.

Das romantische Örtchen Falkenstein wird überragt von einer mächtigen Burgruine aus dem 11. Jahrhundert. Bei einer Führung geben die alten Mauern so manches unerwartetes Geheimnis preis, wie zum Beispiel eine maßstabsgetreue Sträflingsgaleere im Innenhof der Burg. Die ungewöhnlich bunte und belebte Kellergasse von Falkenstein ist auch Heimat des Falkensteiner Berggerichts, das seit dem Mittelalter für die Qualität der Falkensteiner Weine steht.

In Herrnbaumgarten schließlich machen nicht nur die Wanderer, sondern auch die Vernunft gerne eine kurze Verschnaufpause. Der kleine Ort beherbergt nämlich das Nonseum, eine Sammlung von absolut unbrauchbaren Erfindungen. Auf 700 m2 staunt der Besucher über Kuriositäten wie den ausrollbaren Zebrastreifen, den halbautomatischen Nasenbohrer oder eine historische Knopflochsammlung.

Infos: www.weinviertel.at/a-3-schwestern-weg-von-kellergasse-zu-kellergasse


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