Motorradfahrer-Tipp: Gruppenausflug

Motorradfahrer-Tipp: Gruppenausflug

(rf) Für viele Motorradfahrer ist die gemeinsame Ausfahrt mit Gleichgesinnten das Schönste an ihrem Hobby. Damit es nicht zu Unfällen kommt, setzt das Fahren in der Gruppe besondere Verhaltensweisen voraus, auf die die Deutsche Verkehrswacht und der Bundesverband der Motorradfahrer hinweisen.

  • Absprachen sind das A und O. Vor der Fahrt sollten sich alle Teilnehmer abstimmen. Wo geht es hin? Wie lautet die ungefähre Route?
  • Ein erfahrener Biker sollte für die gesamte Tour die Führung der Gruppe übernehmen. Idealerweise kennt er die Strecke und weist vor der Fahrt auf eventuelle Gefahrenstellen hin.
  • Direkt hinter dem Führungsmotorrad fährt der Motorradfahrer mit der geringsten Erfahrung. Motto: „Der Schwächste gibt das Tempo vor!“
  • Damit die Gruppe als solche erkennbar ist, trägt am besten der erste und letzte Fahrer eine Warnweste.
  • Um gefährliche Situationen und Unfälle während der Fahrt zu vermeiden, sollten die Fahrer ihre Position in der Gruppe einhalten und sich nicht gegenseitig überholen.
  • Wichtig ist ein ausreichender Abstand zum Vordermann. So kann rechtzeitig auf Tempo-Drosslungen reagiert werden. Auf geraden Streckenabschnitten fahren die Teilnehmer versetzt hintereinander.
  • Wo Tempo 70 erlaubt ist, muss nicht zwangsläufig die Höchstgeschwindigkeit gefahren werden. Die Gruppe sollte Rücksicht auf unerfahrene Teilnehmer nehmen, die sich bei hohen Kurvengeschwindigkeiten noch unsicher fühlen.
  • Wer den Anschluss an die Gruppe verliert, fährt lieber in Ruhe und alleine zum nächsten Treffpunkt, anstatt eine risikoreiche ‚Aufholjagd‘ zu beginnen.
  • Pausen sind wichtig! Auch wenn die Tour noch so schön ist. Nach spätestens zwei Stunden Fahrt hilft eine Rast dabei, sich wieder zu erholen. Weiterer Vorteil der Pause: Die Teilnehmer können miteinander über den nächsten Abschnitt reden.
  • Auch wenn Biergärten beliebte Ausflugsziele sind. Alkohol kommt erst nach der Fahrt wieder in Frage.
  • Idealerweise ist die Gruppe nicht zu groß. Maximal zehn Teilnehmer mindern das Risiko, dass der Verband auseinander fällt. Zudem werden andere Verkehrsteilnehmer nicht unnötig behindert.