Kleinwalsertal: Wanderwege am Wasser

Am Wasser lang durchs Gemsteltal
Am Wasser lang durchs Gemsteltal (Foto: Dominik Berchtold / Kleinwalsertal-Tourismus eGen)

Kleinwalsertal: Wanderwege am Wasser

Im österreichischen Kleinwalsertal, einem Hochtal auf rund 1.000 Metern Höhe, kann man vielseitige und abwechslungsreiche Wanderungen unternehmen. Es gibt rund 185 Kilometer Wege in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Viele führen am Wasser lang und so sind Gebirgsbäche, Flüsse und Wasserfälle unterwegs die Wegbegleiter.

Breitach - pulsierende Ader des Kleinwalsertals

Der etwa 21 Kilometer lange Gebirgsfluss fließt durch das Breitachtal. In Baad, wo sich vor 700 Jahren die ersten Walser ansieldeten, entspringt die Breitach. Sie schlängelt sich durch das 15 Kilometer lange Kleinwalsertal bis zur Walserschanze an der bayerischen Grenze. Mal beruhigend plätschernd, mal wild tosend bietet das klare Breitachwasser Abwechslung und Erholung für Groß und Klein.

Burmi-Weg - Wasserabenteuer für Kids

Bei Familien ist der ruhige Flussabschnitt zwischen Hirschegg und Riezlern beliebt. Murmeltier Burmi, das Kindermaskottchen, hat dort eigenen Erlebnisweg. Der 1,4 Kilometer lange Weg lädt an neun Spielstationen zum Klettern, Balancieren und Staudämme bauen ein. Ähnlich einem Trimm-Dich-Pfad warten entlang des Weges verschiedene Aufgaben: Wackelbrücke, Mini-Seilgarten oder Burmi-Weitwurf. Dazu erfährt man viel Wissenswertes über das verborgene Leben der Murmeltiere. Die Nutzung des Burmi-Erlebniswegs ist kostenlos.

Naturwunder Breitachklamm
Naturwunder Breitachklamm (Foto: Rolf Koeberle / Kleinwalsertal-Tourismus eGen)

Breitachklamm - Naturwunder zwischen zwei Ländern

Wer von Riezlern aus sechs Kilometer entlang der Breitach wandert, erlebt mit der Breitachklamm ein einmaliges Naturschauspiel. Faszinierend wild und laut donnert das Wasser dort ungezähmt durch enge Passagen und über steile Felswände. Damit zählt die Klamm zu einer der schönsten, aber auch tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas.

Die imposante Schlucht erstreckt sich entlang der österreichisch-deutschen Grenze am Eingang zum Kleinwalsertal. Rund 2,5 Kilometer der Klamm sind mit einem Wanderweg erschlossen. Das grenzüberschreitende Naturspektakel zieht Wanderer bei jeder Witterung und zu jeder Jahreszeit in ihren wilden Bann.

Breitachklamm – märchenhafte Winter-Eiswelt

Eiszapfen, mächtige Eisvorhänge und erstarrte Wasserfälle säumen den Pfad der Fackelwanderungen durch die vereiste Breitachklamm. Wer die faszinierende Winterszenerie aus Felsen und Eis sehen will, kann an einer abendlichen Fackelwanderung teilnehmen. Diese findet im Winter ein- bis zweimal pro Woche statt. Start ist jeweils um 19 Uhr beim Eingangsgebäude Tiefenbach (Deutschland).

Naturdenkmal Kessellöcher
Naturdenkmal Kessellöcher (Foto: André Tappe / Kleinwalsertal-Tourismus eGen)

Schwarzwassertal - Naturvielfalt zum Staunen

Das Lebenselixier Wasser mit all seinen Temperamenten, Facetten und Abkühlungsmöglichkeiten hält auch der mystische Schwarzwasserbach parat. Auf dem verschlungenen Weg durch das gleichnamige Tal zeigt er sich mal leise fließend, dann wieder als weißer Schleier über Felsen stürzend. Besonders die Kessellöcher ziehen als Naturschauspiel Jung und Alt in ihren Bann. Mit ihrer magischen Landschaft aus tiefen Gumpen, moosbewachsenen Felsbänken und Wasserfällen sind die „Chesselöcher“ das Ergebnis des jahrtausendelangen Wechselspiels von Wasser und Gestein.

Die Energie des frischen Bergwassers lässt sich auch beim Wassertreten im Naturkneippbecken Kesselschwand spüren. Ganz in der Nähe begehen Besucher mit der Naturbrücke eine Felsformation, die als Naturdenkmal und natürlicher Brückenbogen über den Schwarzwasserbach führt.

Seitentäler – leichte Wanderungen für Genießer

Die Seitentäler des Kleinwalsertals - wie das Gemsteltal, Wildental oder Bärgunttal - sind als Wanderwege am Wasser vor allem für den Urlaubseinstieg, für Familien und Genießer ideal. Viehweiden, blumenübersäte Wiesen und Panorama-Ausblicke bietet etwa das idyllische Wildental. Dessen sprudelnder Wildenbach stürzt sich an seinem Ende als imposanter Wasserfall vom Fels und lässt sich aus nächster Nähe bestaunen.

Die Seitentäler im Kleinwalsertal punkten nicht nur mit abwechslungsreichen Wegen am Wasser, sondern auch mit einer Vielfalt an Hütten. Gastronomie und Landwirte arbeiten Hand in Hand, so dass Besucher je nach Saison regionale Spezialitäten und Produkte aus eigener Herstellung, genießen können.

Wildental: Jause auf der Fluchtalpe
Wildental: Jause auf der Fluchtalpe (Foto: Oliver Farys / Kleinwalsertal-Tourismus eGen)

Kräuterwandern und Heukochen auf der Alp

Österreichischer Winzersekt mit Sirup vom Walser Bergheu, in Heu gedämpftes Bergwiesenlamm oder Kleinwalsertaler Bergkäse in einer Rahmsuppe aus würzigem Heu – im Spätsommer und Herbst finden sich auf den Kleinwalsertaler Speisekarten ungewöhnliche Zutaten. Das Bergheu ist Teil der regionalen Küche und dessen würziges Aroma verleiht Gerichten einen unverwechselbaren Geschmack und erinnert an sonnige Sommertage.

Wer will, kann mit Haubenkoch Herbert Edlinger auf Kräuterwanderung gehen und im Kochkurs lernen, wie aus getrockneten Berggräsern, Kräutern und Blumen leckere Gerichte entstehen. Zunächst werden bei einem gemeinsamen Streifzug durch die Natur die Zutaten – etwa Bergthymian, Holunder oder wilder Oregano – gesammelt. Anschließend werden diese anschließend im Kochkurs zu Bergheu-Suppe, Brennessel-Krapfen oder Bärlauch-Gemüse veredelt.

Links
Kleinwalsertal: www.kleinwalsertal.com


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