Donau-Panoramaweg: Von Neustadt (Donau) bis Passau

Ausblick von der  Burgruine Donaustauf
Ausblick von der Burgruine Donaustauf (Foto: Tourismusverband-Ostbayern e.V. / Stefan-Gruber)

Donau-Panoramaweg: Von Neustadt (Donau) bis Passau

Der Fernwanderweg ist 220 Kilometer lang und führt von Neustadt an der Donau zur Dreiflüssestadt Passau. Das Besondere am Donau-Panoramaweg ist die Verbindung zwischen Natur und Kultur.
Den Namen verdient sich der Weg durch Fernsichten zu den Ausläufern des Bayerischen Waldes und den weiten offenen Blick über die Donauebene.

Er führt entlang von Auenlandschaften, Donaualtwässern und Naturschutzgebieten, ist aber auch durchzogen von Relikten aus der Römerzeit. Einzelne Etappen kann man auch durch eine Schifffstour auf der Donau zurücklegen. Empfohlen werden zehn Etappen, doch durch die Vielzahl von Gasthäusern am Wegesrand lassen sich die Etappen individuell einteilen.

Natur und Flora entlang des Flusses

Vielfältig und eindrücklich erschließt sich die Natur Wanderern entlang der Donau. Seltene Vögel, wie Eisvogel und Silberreiher, finden in den Altwässern und Naturschutz- und Auenlandschaften an der Donau ein weites Revier. Das Isarmündungsgebiet bei Deggendorf ist ein Naturrefugium und eine einzigartige Auenlandschaft mit europäischer Bedeutung für die Tier- und Vogelwelt. Auch auf dem Weg entlang der Gmünder Au, einem Naturschutzgebiet bei Wörth an der Donau, eröffnen sich Naturrefugien von Pflanzen und Tieren, die sich auf das Leben am Fluss spezialisiert haben.

Geordneter erscheint das Bild dagegen im kleinsten Weinbaugebiet Deutschlands zwischen Wiesent und Regensburg. Der Baierwein, wie er genannt wird, kann in den Straußenwirtschaften in Kruckenberg, oder Bach an der Donau verkostet werden. Sehenswert ist das Baierwein-Museum in Bach und die Walhalla bei Donaustauf.

In den Hopfengärten im bedeutendsten Hopfenanbaugebiet der Welt, in der Hallertau, schlängeln sich Rankpflanzen in Reih und Glied um die Hopfenstangen. Wer im September unterwegs ist, den wird der Duft der frisch geernteten Hopfendolden in der Nase kitzeln. Die Region um Kelheim ist aufgrund der Lage zwischen den Hopfengärten der Hallertau, den Getreidefeldern des Gäubodens und dem reinen Wasservorkommen die Heimat des Bieres. Die Klosterbrauerei Weltenburg am Donaudurchbruch ist die älteste Klosterbrauerei der Welt und geht bis auf das Jahr 1050 nach Christus zurück.

Durch Städte wandern

Die belebten Städte an der Donau sind der Garant für die inspirierende Verbindung von Natur und Kultur am Donau-Panoramaweg. Während man in Kelheim in das rege Treiben einer Kreisstadt eintaucht oder zur Befreiungshalle aufsteigt, schlendert man in der UNESCO-Welterbestadt Regensburg zwischen mittelalterlichen Häuserzeilen, blickt auf Geschlechtertürme und schaut wie das „Bruckmandl“ von der Steinernen Brücke zum gotischen Dom St. Peter.

Straubing zeigt sich als Herzogstadt mit großzügigen Stadtplätzen und dem vormittäglichen Viktualienmarkt am Ludwigsplatz. Deggendorf hat etwas Besonderes, eine 500 Meter lange Donaupromenade mit Donaustrand. Der große Donaupark lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Passaus Stadtbild schufen italienische Barockkünstler, was der Stadt ein ganz besonderes Flair verleiht. An der Donaupromenade trifft man internationale Gäste, die zu den Ausflugs- und Kreuzfahrtschiffen unterwegs sind.

Die Städte und Städtchen an der Donau geben dem Donau-Panoramaweg eine gute Wanderinfrastruktur. Auch kurzfristig findet man vielerorts ein Quartier für die Nacht und entlang des Weges gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.

Auf den Spuren der Römer

Den Donau-Panoramaweg markiert auch die römische Geschichte. Der Donau-Panoramaweg erstreckt sich entlang des „Nassen Limes“, wie die Donau als natürliche Grenze des römischen Reichs auch genannt wurde. In Eining bei Neustadt kann man noch heute die Reste des römischen Militärlagers Kastell Abusina sehen, das Bestandteil des zum UNESCO-Weltkulturerbes erhobenen Rätischen Limes ist.

Auch in Regensburg, Straubing, Künzing und Passau sicherten die Römer ihre Grenze gegen die germanischen Stämme im Norden. In Regensburg geht man davon aus, dass eine Legion mit rund 6.000 Kämpfern stationiert war. Die römische Siedlung „Castra Regina“ beherbergte seit 179 n. Chr. circa 15.000 Menschen. Im Stadtbild sind auch heute noch die Überreste der Befestigungsanlagen zu sehen. Während man in Straubing den größten bekannten Komplex römischer Paraderüstungen mit Gesichtshelmen, Beinschienen und Rossstirnen bewundern kann, zeigt das Museum Quintana in Künzing auf anschauliche Weise und in vielen Wechselausstellungen und Aktionstagen die römische Geschichte an der Donau. In Passau wiederum kann man im Kastell Boiotro römische Funde aus Passau sehen.

Links
Donau-Panoramaweg: www.donaupanoramaweg.de.


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