Baden-Württemberg: Unterirdisch durchs Ländle

Baden-Württemberg unter Tage entdecken

(Foto: Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg)

Baden-Württemberg unter Tage

Auf Entdeckungstour durch Baden-Württemberg: seit jeher faszinieren uns Höhlen, Stollen und Schächte. Sie sind geheimnisvoll, abenteuerlich und Eingangstor zu einer verborgenen Welt. Im Ländle gibt es einige eindrucksvolle Höhlen und Bergwerke, die besucht werden können.

Wasserhöhle auf der Schwäbischen Alb

Zwischen Hayingen und dem Wallfahrtsort Zwiefalten findet man die einzige erfahrbare Wasserhöhle Deutschlands. Die Wimsener Höhle liegt inmitten des Geoparks Schwäbische Alb, einer der höhlenreichsten Gegenden Deutschlands. Ein Fährmann führt die Besucher etwa 70 Meter tief in das Erdinnere und weiß Spannendes aus Geschichte und Geologie zu berichten.

Nach dem Besuch bietet sich ein Gang durch die Ausstellung über die Entdeckung der Höhle in der Wimsener Mühle oder eine Stärkung im historischen Gasthof Friedrichshöhle an.

Bärenhöhle in Erpfingen

Die Bärenhöhle in Erpfingen ist eine Tropfsteinhöhle, die ihren Namen den zahlreichen Skeletten von Höhlenbären verdankt, die in ihr gefunden wurden. Einige Schädel und Knochen und ein restauriertes Bärenskelett können in der bis zu 250 Meter begehbaren Höhle besichtigt werden.

Eine neu gestaltete Außenanlage mit einem Informationspfad führt bis zum „Fauthloch“. Hier entdeckte der Erpfinger Lehrer Fauth 1834 die Höhle, die bald zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region werden sollte.

Längste Höhle Süddeutschlands

Ein Rundgang durch die längste Höhle Süddeutschlands, die auf 587 Metern begehbare Charlottenhöhle, führt einen in ein einzigartiges Tropfsteinparadies. Am Fuß der Höhle in Giengen-Hürben wartet das interaktive Erlebnismuseum HöhlenSchauLand, in dem Erdgeschichte anschaulich vermittelt wird.

Zusätzliche Informationen über die Entstehung, Entdeckung und Eröffnung der Höhle gibt es im HöhlenHaus, in dem auch die Anfänge menschlicher Kunst und Kultur in der Eiszeit dargestellt werden.

Nebelhöhle auf der Schwäbischen Alb

Das Innere der Nebelhöhle, einer der längsten und schönsten Höhlen auf der Schwäbischen Alb, fasziniert mit einer Vielfalt an Formen und verwinkelten Gängen. Bis zu 450 Meter begehbar und konstant 8 bis 10 Grad kalt, prägen verschiedenste Tropftsteinformen ihr Erscheinungsbild.

Am Übergang zur zweiten Halle befindet sich ein Wald von Tropfsteinen, von denen einige bis zur Decke reichen. Besucher kommen bei ihrem Gang durch die Höhle hautnah an einzelne Tropfsteine heran.

Historisches Silberbergwerk Neubulach

Im 13. und 14. Jahrhundert wurden in Neubulach Silber und Kupfererz abgebaut. Seit 1970 ist der Hella-Glück-Stollen im Schwarzwald für Besucher geöffnet. Nach aufwändigen Sanierungsarbeiten zur Rettung des Stollens vor dem Verfall ist er auf ebenen und sauberen Wegen bequem und gefahrlos zu begehen.

Auf 400 Metern durch Stollen- und Erzgänge lässt sich die Welt unter Tage erkunden und so manches über die mühsame Arbeitswelt in einem mittelalterlichen Bergwerk erfahren.

Salzbergwerk Bad Friedrichshall

30 Sekunden dauert die kurze Fahrt in die faszinierende Welt des „weißen Goldes“ im Besucherbergwerk Bad Friedrichshall. Rund 180 Meter in der Tiefe erlebt man in gewaltigen unterirdischen Kammern die vielfältige Geschichte des Salzes und seiner Gewinnung.

Filme und Präsentationen informieren über die Abläufe der Salzherstellung. Wer mag, kann hier auch selbst aktiv werden und Experimente oder effektvolle Sprengungen durchführen.

Tiefer Stollen in Aalen

Wo früher Eisenerz abgebaut wurde, führt heute ein 800 Meter langer Rundweg durch ein Labyrinth an Stollen. Per Grubenbahn gelangt man im Bergwerk Aalen unter Tage, wo eine Ausstellung über den Tiefen Stollen informiert.

Ganz nebenbei hat das Bergwerk auch eine heilende Wirkung. Die reine und staubfreie Luft hilft bei der Linderung von Asthma, Atemwegserkrankungen und Allergien.






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