Österreich: Ungewöhnliche Wiener Museen

Wien ist seit jeher eine der großen Museumsstädte der Welt. Unter den mittlerweile mehr als 300 Ausstellungsstätten befinden sich einige merkwürdige Preziositäten, darunter einige ungewöhnliche Sammlungen wie das Globenmuseum, das Dritte Mann Museum und das neue PhantastenMuseum.

Globenmuseum

In einem schön restaurierten Innenstadtpalais unweit der Wiener Hofburg logiert das einzige Globenmuseum der Welt. Im Palais Mollard sind 240 Erd- und Himmelsgloben, Mond- und Marsgloben im Original zu besichtigen. Sie zeigen, wie sich die kartographischen und kosmographischen Kenntnisse im Laufe der Zeit veränderten und zugleich das Weltbild beeinflussten. Im „Kabinett der Sammlerinnen und Sammler" werden Dauerleihgaben aus bedeutenden Wiener Privatsammlungen gezeigt, unter anderem der älteste sich in Österreich befindliche Globus, der Erdglobus von Gemma Frisius (um 1536).

Dritte Mann Museum

In Wien gibt es ein Museum, das ausschließlich einem Film gewidmet ist. Das Dritte Mann Museum zeigt Historisches und Originales rund um den Filmklassiker, der 1948 unter der Regie von Carol Reed in Wien gedreht wurde: Filmplakate, Kinoprogramme, rund 500 Ton- und Filmaufnahmen sowie als wertvollstes Exponat die Originalzither, auf der Anton Karas in London die Filmmusik zu „Der dritte Mann" komponierte. Das liebevoll gestaltete Privatmuseum in der Nähe des Naschmarkts zeichnet den Alltag im Nachkriegs-Wien ebenso nach wie das mit diesem Film verbundene Stück Kinogeschichte. Zu bestaunen ist unter anderem auch ein funktionstüchtiger Kinoprojektor aus 1936, der eine kurze Filmsequenz abspielt.

PhantastenMuseum

Das PhantastenMuseum widmet sich einer der international wichtigen Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts, der Malerei des Phantastischen Realismus. Von den ersten Impulsen nach dem 2. Weltkrieg bis zur Gegenwart reicht das Spektrum der Ausstellung. Kernstück des neuen Museums sind die Maler der „Wiener Schule", vertreten sind Werke von Arik Brauer, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden und von dem in den USA erfolgreich gewordenen Fritz Janschka. Ernst Fuchs schuf für das PhantastenMuseum Wien ein Werk, das auf einer Arbeit, die vor 60 Jahren in New York entstand, basiert.

Brennpunkt. Museum

Brennpunkt. Museum der Heizkultur Wien ist sicherlich das heißeste Museum der Stadt. In dieser ungewöhnlichen Sammlung werden Objekte des Heizungswesens aufbewahrt, die sonst nirgendwo erhalten geblieben sind: alte Kesselanlagen, Großkücheneinrichtungen und Dampfheizungen für Schulen, Spitäler und Gärtnereien. Das Museum zeigt kunstvoll gefertigte Öfen, historische Heizungsanlagen und kuriose Alltagsgeräte, die Einblicke in die Entwicklung des Heizens sowie in den Lebensalltag der Menschen einer Großstadt geben. Für Kinder wurden interaktive Spielstationen zum Thema Wärmeenergie eingerichtet.

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