Südtirol: Mit der Bäuerin auf Wanderschaft

Bergwandern mit Bäuerin in den Südtiroler Alpen

(Foto: Roter Hahn / Frieder Blickle)

Südtirol: Mit der Bäuerin auf Wanderschaft

Landschaft, Kultur und Lebensart Südtirols sind von Kontrasten geprägt. Bergmassive und Almen, zerklüfteten Täler und pittoresken Dörfer kennzeichnen das Land. Zahlreiche Südtiroler Berghöfe liegen an Wanderstrecken und bieten Urlaubern so die Möglichkeit, ihre Touren direkt vor der Haustür zu starten.

Bei einigen Höfen des Südtiroler Bauernbundes besteht die Möglichkeit zu Touren mit der Bäuerin. Die kennt meist die schönsten Wege auf die umliegenden Gipfel und weiss, auf welcher Hütte die Knödel am besten schmecken. Mit etwas Glück geht’s samt Marende auf die hofeigene Alm, wo gechillt und gegrillt wird.

Dolomiten: Mit Bäuerin Paula rund um Südtirols Wahrzeichen

Bäuerin Paula vom Funtnatscherhof in Völs im Eisacktal unternimmt regelmäßig Touren mit Urlaubern rund um den markanten Westpfeiler der Dolomiten. Mit nur 2.563 Metern ist er zwar verhältnismäßig klein, gilt aber aufgrund seiner eigentümlichen Form als Wahrzeichen Südtirols. Ambitionierte begleitet die Bäuerin in gut viereinhalb Stunden zum Schlernhaus auf den Gipfel. Wer’s ruhiger angehen lassen möchte, läuft die fast ebenen neun Kilometer vom Völser Weiher weiter auf die aussichtsreiche Seiser Alm. Oder begibt sich auf die Puflatsch-Wanderung zu den Hexenbänken, wo bis ins Mittelalter hinein die Tänze der Schlernhexen stattgefunden haben sollen.
Sarntaler Alpen: Sonnenaufgangswanderung mit Bäuerin Maria

Die Hofers vom Moarhof in Gereuth bei Brixen bezeichnen sich selbst als Bergsteigerfamilie. Wanderbücher und -karten zählen zur Grundausstattung. Altbäuerin Maria wandert für ihr Leben gern. Vom fast 1.800 Meter hoch gelegenen Bauernhaus ist es nicht weit bis zum Südtiroler Keschtnweg. Großer Beliebtheit erfreut sich die Sonnenaufgangswanderung ab Hof mit Maria auf den Radlseegipfel in den Sarntaler Alpen – mit Weitblick auf alle Dolomitenformationen von den Geislerspitzen über den Rosengarten bis hin zu den Drei Zinnen.

Vinschgau: Mit Bäuerin Cornelia im Angesicht von König Ortler

Nicht von ungefähr ist Matsch im Vinschgau erst vergangenes Jahr zu Italiens erstem Bergsteigerdorf erklärt worden: Dank seiner abgeschiedenen Lage ohne nennenswerte Liftanlagen oder große Hotels zählt es zu den alpinen Vorzeigeprojekten in Sachen Nachhaltigkeit. Weit hinten im Tal befindet sich auf über 1.800 Metern der Inner-Glieshof, von dem Bäuerin Cornelia einmal wöchentlich eine geführte Tour für ihre Urlaubsgäste anbietet. Je nach sportlichem Anspruch führt sie große und kleine Wanderer gemütlich zur urigen Matscher Alm mit ihrer Käserei oder etwas anspruchsvoller zum wild-romantischen Upisee. Von dort steigen Erfahrene noch weiter auf die Upispitze mit Weitsicht bis zur Ortlergruppe und Südtirols höchstem Berg.

Ahrntal: Mit Bäuerin Reinhild grenzüberschreitend auf die Alm

In Südtirols hinterstem Nordosten liegt das Tauferer Ahrntal. Umringt von 80 Dreitausendern der Zillertaler Alpen ist es nur ein Katzensprung ins benachbarte Österreich. Bäuerin Reinhilde vom Voppichlhof in St. Jakob kennt die aussichtsreichsten Touren und freut sich immer über Mitwanderer etwa zur Alprechtalm oder zum Klaussee. Die hofeigene Söllnalm liegt schon jenseits der grünen Grenze in Tirol. Auch dorthin lädt Familie Lechner ihre Hausgäste regelmäßig ein.
Links
Südtiroler Bauernbund "Roter Hahn": www.roterhahn.it



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