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(rf) Ob Design-Markt, exklusive Gastronomie oder doch lieber Geisterbahn – Berlin-Besucher haben die Qual der Wahl. Rund 60 Weihnachtsmärkte gibt es in der Stadt. Manche bestehen nur aus ein paar festlich beleuchteten Buden rund um einen Platz, andere wiederum sind so groß, dass ein Nachmittag kaum reicht, um alles zu entdecken.
Weihnachtsmärkte haben eine lange Tradition in Berlin. Schon im 16. Jahrhundert verkauften Händler gegen ein paar Groschen Honigkuchen und „Syrupteiggebäck“ auf dem Petriplatz. Die mittelalterliche Weihnachtsmarkttradition wird in den Gassen am Roten Rathaus wiederbelebt. Hier findet man alles, was es auch zu Großmutters Zeiten gab: Puppenspieler, Märchenerzähler, historische Kinderkarussells. Fassaden mit den Originalabbildungen der früheren Häuser erzählen Geschichten, wie es in Berlin einmal war. Beschaulich geht es auch ein paar Meter weiter an der St. Marienkirche zu, wo eine lebensgroße Krippe aufgebaut ist. Hier bieten viele Kunsthandwerker ihre Waren an. In einer mittelalterlichen Schaubäckerei wird dazu das Brot noch selbst gebacken und in der Taverne gibt es heißen Met aus Tonkrügen.
Die wahrscheinlich imposanteste Kulisse der Stadt bietet der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt. Das Konzerthaus und der französische Dom strahlen im Scheinwerferlicht. Dazwischen ist eine kleine Zeltstadt aufgebaut, in der Händler Kunsthandwerk der edelsten Sorte verkaufen. Wer handgeschnitzte Krippen, mundgeblasenes Glas oder detailverliebte Nachbauten historischer Dampfmaschinen sucht, wird hier fündig. Es macht aber auch Spaß, den Handwerkern mit einem Glühwein in der Hand bei ihrer Arbeit zuzusehen.
Der Lucia Weihnachtsmarkt im historischen Bauensemble der Kulturbrauerei verbreitet skandinavische Atmosphäre. Der Markt ist nach der vor allem in Schweden verehrten Lichtbringerin benannt und präsentiert sich nordisch – mit Musik aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen oder Schweden. Dazu gibt es Tannen und Holzfeuer, an denen man sich wärmen kann. Bereit steht auch die sogenannte Mantelheizung. Wer die noch nicht kennt, muss sie einfach einmal ausprobieren! Der familienfreundlich ausgerichtete Markt ist zudem ein idealer Treffpunkt, um nach einem vorweihnachtlichen Bummel durch die Kulturbrauerei in einer der zahlreichen Restaurants und Bars rund um den Kollwitzplatz einzukehren.
Klein, fein und vor allem umweltfreundlich geht es beim Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße in Berlin Mitte zu. In Berlins ältester erhaltener Straße bieten rund 50 Händler Schönes aus fairem Handel und ökologischer Produktion. Hier geht es ein bisschen ruhiger und alternativer zu, als auf den übrigen Berliner Weihnachtsmärkten. Für die Kinder gibt es Apfel-Holunderpunsch. Erwachsene können Bioglühwein direkt vom Weinhändler probieren.
Weitere Informationen unter www.visitberlin.de.
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