Berlin vom Wasser aus entdecken

Die "nasse" Hauptstadt: Wassertouren durch Berlin

(Quelle: Stern- und Kreisschiffahrt )

Berlin vom Wasser aus entdecken

(rf) Berlin liegt im Trend. Die Besucherzahlen der weltoffenen Metropole steigen ständig. Die Hauptstadt ist Deutschlands Reiseziel Nummer eins. Berlin lässt sich auf viele Arten entdecken. Hier ein par Tipps, wie man die Stadt aif, am und im Wasser erleben kann. So bietet die City 51,7 km⊃2; Wasserfläche, darunter viele Seen und rund 180 Kilometer schiffbare Wasserstraßen, genug Freiraum für Wassersportler und -liebhaber.

Brücken-Tour
Mit 960 hat Berlin mehr Brücken als Venedig. Die Stadt, durch die Spree und Havel fließen, war einst eine Hansestadt. Eine Vielzahl von Kanälen und Kanälchen durchzieht daher das Stadtgebiet. Ein Ortsteil im Bezirk Köpenick – ein am und im Müggelsee gelegener Stadtteil – wird nicht von ungefähr Neu Venedig genannt. Berlin darf sich zu Recht mit dem Titel Wasserhauptstadt schmücken.

Schwimm-Tour
Direkt in der Spree auf Höhe der Museumsinsel sollen Berliner und ihre Gäste bald schwimmen dürfen. Das Projekt „Flussbad“ strebt einen etwa 750 Meter langen öffentlichen Schwimmbereich vor historischer Berliner Kulisse an. Wer Europas außergewöhnlichste Strandbar kennenlernen und inmitten der Stadt unter freiem Himmel baden möchte, kann in einem als Pool umgebauten Kahn in der Spree seine Bahnen ziehen. Ab Ende April lässt sich in der anliegenden Strandbar des Badeschiffs die Berliner Sonne genießen.

Schiffstour
Zum Frühlingsanfang läuten die Berliner Reedereien die Saison ein und die Stadt kann vom Boot aus entdecket werden. Die Schiffstour vorbei an Berlins Sehenswürdigkeiten und architektonischen Attraktionen ist eine echte Alternative zur Sightseeing-Tour per Bus. Ob eine Fahrt durch Berlins Innenstadt oder die Schiffstour über sieben Seen – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein Dauerbrenner sind die etwa einstündigen Dampferfahrten durch Mitte, die auch am Nikolaiviertel mit seinen alten Häusern aus dem frühen 19. Jahrhundert vorbeiführen. Vom Schiff aus kann man Jahr für Jahr Berlin vom Wasser aus beim Wachsen und sich Wandeln zuschauen. War das Bild früher noch von großen Baugruben geprägt, kann man heute entlang des Spreeufers beeindruckende und architektonisch einmalige Gebäude und Bauwerke sehen, so zum Beispiel den Hauptbahnhof.
Eine Möglichkeit, Berlin in einem besonderen Licht zu erleben, ist eine abendliche Schifffahrt. Die Lichterfahrten starten vom beliebten Plänterwald. Feinschmecker gönnen sich das Skipper-Brunchbuffet als sonntägliches Highlight. Ebenfalls im Programm: eine einstündige Stadtrundfahrt entlang der Spree mit einem komfortablen City-Liner. Zahlreiche Sonderfahrten, von der Schlössertour bei Nacht bis zu Tanz auf dem See, runden das vielfältige Angebot ab. Die Mauertour entlang der Berliner Mauer vermittelt zum diesjährigen Mauerfall-Jubiläum authentische Geschichten zur deutsch-deutschen Teilung.

Paddel-Tour
Sportliche Berlin-Entdecker können selbst zum Paddel greifen und an einer Kanufahrt durch die Spree-Metropole teilnehmen. So bietet Kanutourist eine Tagestour an, die von Treptow über Kreuzberg, Neukölln und Tiergarten nach Charlottenburg führt. Die Auswahl an Wassertouren ist groß: Havel, Wannsee, Tegeler See, Spree, Müggelsee, Landwehrkanal oder Dahme – um nur die größten der vielen Berliner Gewässer zu nennen – bieten genug Möglichkeiten, sich mehrere Wochen lang nur auf dem Wasser aufzuhalten.

Seen-Tour
Wenn Petrus es gut mit Berlin meint, dann lassen sich in der Millionenstadt an unzähligen Badebuchten die Sehnsüchte von Sommer, Sonne und Strand stillen. Die Strandbäder Wannsee und Müggelsee sind die bekanntesten und größten offiziellen Natur-Freibäder, die Eintritt verlangen. Hier können sich auch Surf-Fans aufs Brett schwingen. Doch auch kleinere Seen wie Schlachtensee oder Krumme Lanke – im westlichen Bezirk Zehlendorf gelegen – laden zum Planschen und Sonnen ein. Im Westen der Stadt beginnt die Berliner Seenkette schon kurz hinter dem Kurfürstendamm mit dem Grunewaldsee; im Osten öffnet sich der Treptower Park, ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner zum Lauf der Spree, mit der Stralauer Halbinsel und der Rummelsburger Bucht. Und: Auf Stralau hatte der erste deutsche Seglerverein sein Vereinshaus. Zahlreiche Kanu-, Boots- und Yachtenverleiher bieten an den Seen ihre Dienste an. Rund 120 Segel- und 55 Rudervereine gibt es in Berlin. Wer über einen Segel- und / oder Motorbootschein verfügt, kann zum Beispiel am Wannsee Boote verschiedener Größen mieten. Gemächlicher verläuft die Fahrt auf einem Floß oder einem Hydrobike. Eine Leihstelle dafür befindet sich in Lychen, in der Nähe von Berlin. Freunde der Trendsportarten Wasserski und Wakeboarden kommen im Wet & Wild voll auf ihre Kosten. Profis sowie Anfänger können sich in Velten, nördlich von Berlin, von einem Wasserskilift um den Bernsteinsee ziehen lassen.

Flug-Tour
Wer den ungewöhnlichen Blickwinkel liebt, für den hält Berlin eine kleine Sensation bereit: Als eine von zwei europäischen Großstädten verfügt die Hauptstadt über ein Wasserflugzeug. Air Service Berlin gewährt Berlin-Besuchern mit der einmotorigen knallroten Duck 01 atemberaubende Blicke auf die Stadt. Rund 25 Minuten dauert ein Rundflug ab Treptower Park (am Ende der Bulgarischen Straße, Höhe Insel der Jugend). Zunächst gleitet das Flugzeug sanft über die Spree und hebt dann ab, um über den Wahrzeichen und Sehens-würdigkeiten der Hauptstadt seine Kreise zu ziehen.

Kulinarische Tour
Berlin bietet auch außergewöhnliche Restaurants am und auf dem Wasser. Auf den Holzplanken der alten Barkasse Van Loon am Carl-Herz-Ufer im Landwehrkanal lässt sich ein romantischer Abend verbringen. Tipp: Das Schiffrestaurant ist bei Berliner Landratten sehr beliebt, deshalb an lauen Sommerabenden unbedingt Sitzplätze reservieren. Ebenfalls am Landwehrkanal, ein ganzes Stück weiter westlich am Charlottenburger Tor, lädt die Capt’n Schillow zum Entern und zum anschließenden Schmaus ein. Sushi-Freunde wählen im Restaurantschiff Patio aus einem reichhaltigen Angebot. Mit Blick auf die Spree können Besucher am Helgoländer Ufer nahe der Moabiter Brücke neben der japanischen Spezialität aber auch mediterrane Köstlichkeiten oder einen exotischen Cocktail genießen. Auf schunkelnden Stegen und Schiffen wird in Berlin sowohl regionale als auch internationale Küche geboten. Die seit 2002 vor der Arena in Treptow ankernde Hoppetosse wandelt sich abends von einem Restaurant- in ein Clubschiff. Im Sommer besonders begehrt: Die loungige Dachterrasse mit Blick auf die City Ost. Perfekt abgestimmte Menüs samt Weinbegleitung erwartet die Gäste gegenüber der East Side Gallery am Kreuzberger Spreeufer im Rio Grande. Auf Höhe des Wasserspiegels bieten Spitzenköche kreative alpenländische Gerichte. Die Hafenküche in Treptow belohnt alle aktiven Besucher, die über einen Uferwanderweg oder via Bootsanlegestelle das Restaurant erreicht haben, mit einem weiten Spreeblick von der Uferterrasse. Eine weitere, neue Attraktion in der Rummelsburger Bucht ist das Requisitenschiff der ARD-TV-Produktion „Störtebeker“. Das 26 Meter lange Piratenschiff bietet als Restaurantschiff gehobene Gastronomie für Berliner und Touristen.


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