Weinreise durchs Bierland Bayern

Weinreise durchs Bierland Bayern

(rf) Mitten im Bierland Bayern führt an den Südhängen der Donau im Landkreis Regenburg der Rebensaft das Regiment. Neben dem Stargarder Land in Mecklenburg-Vorpommern ist das Weinanbaugebiet an der Donau eines der kleinsten Deutschlands. Schon seit über 700 Jahren wird hier Wein angebaut und man schätzt den „Regensburger Landwein“, auch Baierwein genannt, als Spezialität. Dabei kennt das kleine Weinanbaugebiet keine Winzergenossenschaften und Traubenvollernter, keine automatischen Abfüllanlagen und keine Weinkönigin, aber auch keine Absatzprobleme. Der qualitativ gehobene, meist trockene Tafelwein hat einen guten Ruf. Am beliebtesten sind der Müller-Thurgau und der traditionelle Weiße Elbling. Derzeit produzieren knapp 20 Winzer den Baierwein, einige davon im Nebenerwerb oder in ihrer Freizeit. Die Anbaufläche beträgt gerade einmal vier Hektar, wohingegen es in der Blütezeit des Baierweins im 16. und 17. Jahrhundert bis zu 20 000 Hektar waren. Damals war Wein das Volksgetränk in Bayern.

Als ab 1600 das Bier als Volksgetränk immer stärkere Verbreitung fand, begann der Niedergang des Baierweins. Um 1870 hatte sich die Anbaufläche auf 100 Hektar verringert, 1968 war mit einem Hektar der Tiefstand erreicht. Über die Geschichte des Weinbaus in Altbayern können sich Interessierte im Baierwein-Museum in Bach an der Donau informieren. Am Museumsweinberg findet sich ein Weinlehrpfad mit Erklärung der wichtigsten Rebsorten der Region. Das Museum hat von Mai bis Oktober jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen unter www.baierwein-museum.de.


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