Advents- und Weihnachtszeit in Dänemark

Adventszeit in Kopenhagen

(Quelle: Visit Denmark, Kim Wyon)

Weihnachtsmärkte in Dänemark

Überall in Dänemark gibt es kleine Advents- und Weihnachtsmärkte. Bei weitem nicht so großartig wie in Deutschland, aber dafür typisch dänisch "hyggelig" gemütlich. Ein Klassiker ist beispielsweise der Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum von Aarhus an der dänischen Ostsee. Im Zentrum des Weihnachtsmarktes von Odense auf der Märcheninsel Fünen wiederum stehen die Figuren der Erzählungen von H.C. Andersen, denn der Autor ist ein Sohn der Stadt. Der Weihnachtsmarkt von Aalborg auf Jütland ist mit einer besonderen Tradition verbunden. Gegen Ende November landet der Weihnachtsmann direkt aus Grönland mit seinem Schiff am Honnørkaj von Aalborg an, wo ihn tausende Kinder schon sehnsüchtig erwarten. Im Anschluss erleuchtet die Stadt den großen Weihnachtsbaum. Hier eine Auswahl an Julemarkeder (Weihnachtsmärkten) in Dänemark.

(Quelle: Visit Denmark, Kim Wyon)

Kopenhagen

City
Romantische Lichter, Weihnachtsbäume, echte dänische Weihnachtsklassiker und mit etwas Glück sogar Schnee – Jule-, also Weihnachtszeit in Kopenhagen. Im Mittelpunkt steht dabei traditionell Strøget: Kopenhagens berühmte, 1,1 Kilometer lange Shoppingmeile zwischen Rathausplatz und Kongens Nytorv zeigt sich im November und Dezember reich dekoriert. Dies gilt ebenso für die gemütlichen Seitengassen wie Strædet. In der Altstadt und in der Fußgängerzone haben viele Geschäfte im Dezember nicht nur Wochentags, sondern auch Sonnabends und Sonntags bis 20 Uhr geöffnet. Überall gibt es „Gløgg“ - heißen Rotwein mit Aquavit und Gewürzen, „Ris á l’amande“, weihnachtlichen dänischen Reispudding mit Kirschsauce und einer Glücksmandel, oder das starke, dunkle Weihnachtsbier „Julebryg“. Auf dem Rathausplatz strahlt zudem der größte Weihnachtsbaum Dänemarks.

Auch die berühmten „Weihnachtstische“ von Royal Copenhagen sind wieder zu sehen. Im Flagshipstore der Porzellanmanufaktur an Kopenhagens weltberühmter Flaniermeile Strøget deckt jedes Jahr ein anderer bekannter Künstler oder Designer sechs Festtagstafeln nach seinem persönlichen Geschmack. Bis einschließlich 31. Dezember können Besucher sich bei den „Juleborde på Royal Copenhagen“ für den Weihnachtstisch daheim inspirieren lassen.

Ein weiteres typisches Weihnachtsvergnügen darf in Kopenhagen ebenfalls nicht fehlen: Eislaufbahnen finden Schlittschuhläufer auf dem Platz Kongens Nytorv zwischen Königlichem Theater und Nyhavn. Zwei weitere Eisbahnen entstehen auf dem Blågårdsplads im Stadtteil Nørrebro sowie auf dem Toftegårds Plads im Quartier Valby.

Tivoli
Bis Ende Dezember wird der legendäre Kopenhagener Vergnügungspark Tivoli wieder zur Jule-Zeit geöffnet sein. Eine halbe Million blinkender Lichter entfalten zusammen mit verschiedenen Weihnachtsdörfern ihre Magie. Die Restaurants haben dänische Jule-Menüs im Angebot, verschiedene nostalgische Fahrgeschäfte, eine mechanische Weihnachtswichtel-Ausstellung und eine Eisbahn auf dem Tivoli-See sind in Betrieb.

Infos: www.visitcopenhagen.de, www.tivoli.dk

Aarhus

Wie Dänemark Weihnachten feiert(e), zeigt das Freilichtmuseum von Aarhus, der Kulturhauptstadt 2017. Vom 19. bis 30. November nimmt Den Gamle By (Die Alte Stadt) Besucher mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der dänischen Weihnacht. Der Bogen spannt sich über rund 400 Jahre von den Anfängen der festlichen Weihnachtstradition bis fast in die Gegenwart. Mehr als 35 originalgetreue Häuser sind innen und außen adventlich und weihnachtlich geschmückt – vom Weihnachtstisch eines reichen Kaufmanns anno 1625 über einen prunkvollen Christbaum der Gründerzeit von 1895 bis hin zur Hippie-Weihnacht mit Lichterketten aus Kunststoff in den 1970er Jahren. Zum festlichen Programm gehören auch Weihnachtsausstellungen mit Tipps für Dekorationen, ein Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk, Geschenken und Leckereien, alte Kaufmannsläden sowie ein Besuch in der Wohnung der dänischen Nisser: Die nordischen Weihnachtswichtel wohnen im Fachwerkhof Møntmestergården aus dem 17. Jh. und necken sich und andere.

Infos: www.visitaarhus.de

Weihnachtsshopping in Aarhus

(Quelle: Visit Denmark, Photopop)

Südjütland

Dänemarks Weihnachtswunderwelt beginnt gleich hinter der Grenze. Seit die 763 Jahre alte Handelsstadt Tønder an der süddänischen Nordsee vor mehr als zwanzig Jahren erstmals den Titel „Årets juleby“ (Weihnachtsstadt des Jahres) errang, wird der idyllische Weihnachtsmarkt rund um den Marktplatz, die spätmittelalterliche Christuskirche und die zahlreichen Fachwerkhäuser von Jahr zu Jahr größer. Ein Muss ist zudem ein Besuch in der ehemaligen Apotheke von Tønder: Auf 1.200 Quadratmetern bietet „Det Gamle Apotek“ von 1671 heute alles Erdenkliche rund um Jule-Dekoration und -Schmuck. Der Weihnachtsmarkt in Tønder ist bis zum 30. Dezember geöffnet.

Nur wenige Autominuten von der deutsch-dänischen Grenze entfernt liegt Krusmølle: Der auf Herzog Hans den Älteren (1521–1580) zurückgehende frühere Herrenhof zehn Kilometer südlich von Aabenraa bietet auf 2.000 Quadratmetern eines der größten Angebote an Weihnachtsdekoration für Wohnung und Haus – von Tisch- und Baumschmuck bis zu Geschenken oder selbstgezogenen Kerzen. Im Café des Hofes gibt es traditionelle dänische Weihnachtsleckereien wie Æbleskiver (runde Krapfen). „Jul på Krusmølle“ hat bis einschließlich 23. Dezember geöffnet.

Infos: www.suddanischenordsee.dk , www.visitsonderjylland.dk/de

Odense

Wo Weihnachten zum Märchen wird: Die Geburtsstadt des Märchendichters Hans Christian Andersen auf Fünen feiert Weihnachten wie im 19. Jahrhundert. In den ersten beiden Dezember-Wochenenden verwandelt der „Hans Christian Andersen-Weihnachtsmarkt“ in Odense das Altstadtviertel rund um das Hans Christian Andersen-Museum in ein Jule-Idyll wie im 19. Jahrhundert. Für Weihnachtsstimmung sorgen neben den zahlreichen Ständen mit Kunst, Kunsthandwerk und typischen Leckereien auch historische Karussells, Pferdewagen, Gaukler und Zauberer, Leierkastenmänner, Chöre und Nisser – die dänischen Weihnachtswichtel. Besucher finden in Odense aber nicht nur eine authentische Weihnachtswelt wie zu Lebzeiten Hans Christian Andersens, sondern auch original dänische Geschenke für Familie, Verwandte und Freunde.

Infos: www.visitfyn.de

(Quelle: Visit Denmark, Michael Colville-Andersen)

Weihnachtsbier Julebryg

Anfang November ist Julebryg-Tag in Dänemark. Julebryg ist das spezielle, dunkle Weihnachtsbier, auf das die Dänen jedes Jahr mit Spannung warten. Am ersten Freitag im November beginnt Punkt 20.59 Uhr in Restaurants, Bars oder Kneipen der Ausschank des neu kreierten Starkbieres mit rund 5,6 Prozent Alkohol. Erstmals gebraut wurde Julebryg 1981 von der dänischen Brauerei Tuborg. Tuborgs dunkles Pilsner vereinte im Geschmack eine Mischung aus süßen und bitteren Anteilen mit einem Hauch englischer Lakritze. Das Julebryg gilt seitdem als echter (Vor-)Weihnachtsklassiker. Getrunken wird das Julebryg in Dänemark besonders gern zum sogenannten Julefrokost, dem traditionellen Weihnachtsessen mit Familie, Freunden oder Kollegen in der Adventszeit. Neben dem Julebryg von Tuborg, das zum internationalen dänischen Brauereikonzern Carlsberg gehört, brauen heute Dutzende kleinere und größere Brauereien in Dänemark ihr ganz spezielles Weihnachtsbier. (rf)

Infos: www.visitdenmark.de/weihnachten


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