Insel-Hopping in der Bretagne (Frankreich)

Belle-Ile vor der bretonischen Südküste

(Quelle: Emmanuel Berthier)

Insel-Hopping in der Bretagne (Frankreich)

(rf) Schroffe Felsklippen, weiße Sandstrände oder exotische Blumen – die Vielfalt der bretonischen Inseln ist beeindruckend. Rund 800 kleine und große Inseln gibt es vor den Küsten der Bretagne. So etwa Belle-Île, die größte von allen, Île de Batz, eine sehr ländliche Insel, Île de Bréhat, auf der es keine Autos gibt oder die Îles de Glénan, die von kristallklarem Wasser umspült werden. Außergewöhnlich ist auch der höchste Leuchtturm Europas (82,5 m), der sich auf der Île Vierge, der Jungfrau-Insel, an der Spitze des Departements Finistère, befindet.

Glénan-Inseln
Rund 30 Kilometer vor der Küste von Concarneau liegt das Archipel der Glénan-Inseln. Die zwölf kleinen Insel mit den langen weißen Sandstränden und dem azurblauen Meer sind ein Paradies mitten im Atlantik. Tagesausflüge sind von April bis September täglich möglich. Boote fahren von den Küstenorten Bénodet, Concarneau, Loctudy und Fouesnant ca. eine Stunde bis Saint-Nicolas.

Ouessant
Schroffe Klippen stürzen sich auf Ouessant, der wohl wildesten Insel der Bretage, tief ins Meer. Flache Heidelandschaften und unzählige Schafe prägen das Insel-Innere. Fünf Leuchttürme ragen auf und neben der Insel empor. Bei Seefahrern ist das Ouessant-Archipel für seine heftigen Stürme und gefährlichen Strömungen bekannt. Dies ist zudem der westlichste Punkt Frankreichs. Danach gibt es nur noch die Weite des Atlantischen Ozeans.

Batz
Vor der Nordküste bei Roscoff liegt die Insel Batz. Dank Golfstrom sprießen hier mitten im rauen Ärmelkanal Palmen und Kakteen. Mehr als 2.000 Pflanzenarten aus aller Welt wachsen im Tropengarten der exotisch wirkenden Insel. Auf nur drei Kilometern Länge und knapp zwei Kilometern Breite gibt es neben dem Tropengarten weiße Sandstrände im Norden und einen Leuchtturm im Westen zu entdecken.

Sieben Inseln
Vor der Rosa Granitküste im Norden liegen die Sieben Inseln. Mit über 20.000 Seevogelpaaren und 27 Nistvogelarten sind diese das größte Vogelschutzgebiet an der französischen Küste. An Bord eines alten Segelschiffes kann man die Sieben Inseln umsegeln und geht dabei auf Tuchfühlung mit Basstölpeln, Pinguinen und Papageientauchern.

Bréhat
Wenige Seemeilen östlich der Sieben Inseln liegt Bréhat. Dank des warmen Golfstroms blühen auf der Blumneninsel fast das ganze Jahr über Hortensien, Mimosen, Kamelien, Eukalyptus und viele weitere Pflanzen . Das Wahrzeichen der Insel ist die einst aus Südafrika mitgebrachte blau-violette Schmucklilie. Die charmanten Häuser und wilde Buchten können zu Fuß oder mit dem Rad erkundet werden.

Groix
Der feinsandige Strand „Les Grands Sables“ auf der Insel Groix ist der einzige nach außen gewölbte Strand Europas. Pro Jahr verschiebt er sich um zehn Meter. Anhand seiner rot-weißen Schattierungen ist er immer wieder zu finden. Für Mineralogen ist die Insel ein kleines Wunder: 60 Mineralarten, darunter auch der seltene blaue Glaukophan, sind hier zu finden. Zu Wohlstand kam die kleine Insel im 20. Jahrhundert als größter Thunfisch-Hafen Frankreichs.

Ile de Sein
Die kleine Ile de Sein liegt mitten im Atlantik und bewahrt sich ihren ganz eigenen Charakter. Bis zu sechs Meter hoch wächst die Heidelandschaft hier. Hinter den Deichen drängen sich verwinkelte Gassen und bunte Häuser.

Golf von Morbihan
2.000 Sonnenstunden pro Jahr, Orangen- und Zitronenbäume lassen den Golf von Morbihan im Süden der Bretagne mediterran anmuten. Lange, weiße Sandstrände laden zum Baden ein. Nur eine schmale Meerenge verbindet die kleine Bucht mit dem Atlantik. Erkennt man bei Flut nur einige der 42 grünen Inseln schemenhaft, so zeigen sich bei Ebbe zwischen Prielen und Sandbänken unzählige Austernparks. Ebbe und Flut trieben früher auch einige Gezeitenmühlen an, von denen manche heute noch malerisch in der Bucht liegen. Mit sechs mal drei Kilometern ist die Ile aux Moines die größte Insel. Die „Insel der Mönche“ heißt sie schon seit dem 9. Jahrhundert, als der König der Bretagne sie den Mönchen der Abtei von Redon schenkte. Mimosen, Kamelien, Palmen, Kiefernwälder wie der Bois d’Amour (Liebeswald) und der Bois des Soupirs (Wald der Seufzer) schmücken die Insel.

Belle-Ile
Die „schöne Insel“ liegt vor der Südküste der Bretagne. Grüne Wiesen und Wälder, idyllische Gärten, weiße Sandstrände in schmalen Buchten sowie steile Klippen und schroffe Felsnadeln im Meer geben sich ein buntes Stelldich-ein. Am Rande des Golfs von Biskaya gelegen, profitiert die Insel von einem milden Klima mit vielen Sonnenstunden. Mit 20 mal neun Kilometern und 5.200 Einwohnern ist Belle-Ile die größte bretonische Insel. Neben vielen winzigen Dörfern gibt es nur vier Ortschaften: die bunten Hafenstädte Le Palais und Sauzon mit ihren vielen Cafés und Restaurants sowie Locmaria und Bangor. Im Herbst 1886 entdeckt der berühmte Maler Claude Monet (1840-1926) die Insel für sich und malt insgesamt 39 Bilder auf Belle-Ile. Seine Lieblingsmotive waren die Felsspitzen in Port Coton. Der Ort ist auch heute bei Besuchern ein beliebter Aussichtspunkt.

Weitere Informationen unter www.bretagne-reisen.de/die-bretagne-entdecken/inseln-und-halbinseln.


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